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 Die Leichenhalle

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BeitragThema: Die Leichenhalle   Di Dez 21, 2010 4:46 am

Semjon Emishi trug Staub in den klinisch rein wirkenden Raum, als er eintrat.
Steriles Neonlicht erhellte den Raum mit seinen kahlen Wänden, Leichenschränken und diversen Gerätschaften.
Eine Frau in Arzt-Kittel hob den Kopf. Ah, da bist du ja schon. Zhai Kiobashi nahm den Mundschutz ab. Die Kunoichi wirkte wie eine Frau knapp über dreißig, hatte jedoch das Doppelte an Jahren hinter sich. Diverse Ninjutsu der Medizin-Sparte hatten sie vor dem unschönen Altern bewahrt - und dies würde ihr Vermächtnis an ihr jüngstes Kind Rannja sein, die mit Semjons Sohn verheiratet war und hinsichtlich des Aussehens eindeutig der Mutter nacheiferte.
Epona hat dich mit der Untersuchung beauftragt? Semjon stapfte auf den kalten Metalltisch zu, auf dem die geschwärzten Überreste lagen, die seine Frau im Wald aufgelesen hatte.
Ich hatte zufällig Schicht erwiderte Zhai und kniff die Augen ärgerlich zusammen. Heda. Nimm deinen Dreck wieder mit!
Der Emishi stockte. Oh. Schnippte mit den Fingern. Als wäre der Staub lebendig, erhob er sich als Wölkchen vom Boden und lagerte sich wieder in Semjons erdbraunem Mantel ein.
Ob der Mantel eigentlich quietschgelb war?
Dann... erzähl mir doch mal was.
Eindeutig erwiderte Zhai sofort, tot.
Haben wir Zeit für Späße?
Guck... hierhin. Zhai nahm einen Bleistift aus dem Kittel und zeigte auf den Brustkorb der Leiche. Hier. Siehst du?
Sind da ein paar Rippen aus der Reihe geraten? stellte Semjon eine Vermutung an.
Nein, da ist viel eher was eingeschlagen erwiderte Zhai locker. Sieh genau hin. Irgendwas Schweres hat die Brust durchschlagen. Scharf war es sicher nicht, eher ein stumpfer Schlag... aber ungemein kraftvoll. Sie hob den Blick. Weißt du, was das sein könnte?
Ein Hammer?
Diese Verletzung hat aber... eine bestimmte... Größe... Zhai formte mit der rechten Hand etwas wie eine Klaue und hielt diese auf die zerstörten Rippen. Es passte nicht genau, doch...
Wäre deine Hand nur etwas größer...? Semjon zog eine Augenbraue in die Höhe. Worauf willst du hinaus? Ein Schlag?
Ein Stoß verbesserte Zhai. Schloss ein Fingerzeichen. Sansan. Um ihre Hand tanzten hellblaue Blitze, prasselten a ihren Fingern.
Der Groschen fiel. Ein Schlag mit Raiton-Chakra.
Stoß verbesserte Zhai wieder. Sie ließ ihr Genjutsu zerfallen. Ein direkter Angriff ins Herz. Blattschuss.
Ich verstehe... Semjon nickte. Raiton. Und... wer ist sie?
Das finden wir gerade heraus. Ungemein gut gelaunt zog Zhai die Handschuhe aus, schloss wieder Fingerzeichen und legte ihre Finger erneut auf die Knochen, diesmal auf den Schädel des Toten. Es ist übrigens eine Frau, das kann ich schon einmal sagen sprach die Kiobashi, furchte plötzlich die Stirn und biss sich auf die Unterlippe. Oh! Immer wieder erschütternd, wieviel Kraft die Toten doch haben!
Was? Semjon wich glatt ein Stück zurück.
Zhai bemerkte es und grinste, sagte aber nichts. Wußtest du, dass sogar Tote noch Chakra haben? Kann nicht jeder spüren... aber es ist widerlich. Sie hob die Hände, und etwas wie Rauch schien sich von den Knochen zu erheben, streckte sich zögerlich in die Höhe. Widerlich, stinkig, und unbrauchbar dazu. Und es zu kriegen, das ist nicht leicht. Die Toten mögen es nicht, in ihrer Ruhe gestört zu werden... Zhai schien wirklich angespannt, als sie sich vom Tisch weggbewegte, das Chakrawölkchen dabei mit sich dirigierend und sich zum Schreibtisch vorarbeitend. Sie legte das Chakra auf eine metallene Platte, wo es scheinbar eine ähnliche Anziehungskraft vorfand wie zuvor in Zhais Händen.
Diese Platte war mit einem Computer verbunden.
Die Kiobashi schüttelte sich etwas. Puh... so. Einige Klicks folgten, dann raste ein kurzer Zahlenstrom über den Bildschirm und eine Sanduhr-Grafik blinkte auf.
Und nun warten wir erklärte Zhai ruhig.
Und auf was?
Darauf, dass die Chakrasignatur mit einer der eingespeicherten Signaturen übereinstimmt. War eure Tote jemand wichtigeres, so ist es sicher festgehalten.
Aha machte Semjon, erstaunt über diese Technik. Warum speichert man nicht einfach jede Signatur im Dorf ab?
Zhai lachte auf. Du hast ja keine Vorstellung davon, wieviel Speicherplatz so eine Signatur verbraucht...
Nein, diese Vorstellung hatte Semjon wirklich nicht.
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BeitragThema: Re: Die Leichenhalle   Di Dez 28, 2010 10:21 am

pp: http://naruto-feathers.forumieren.de/t940p40-tief-im-wald

Der Weg zurück ins Dorf verlief ohne Zwischenfälle und schon nach wenigen Minuten hatte die Uzumaki die Dorfmauern erreicht. Nachdem die lehmige Wand erst einmal überwunden war, suchte Narame die Leichenhalle auf. Sie war am östlichen Dorfrand nahe des Friedhofes errichtet worden und stand ziemlich abseits vom alltäglichen Dorfgeschehen. Es galt also noch ein paar Hausdächer zu überwinden, dann aber war sie nah genug herangekommen, dass die Frau ihren Weg in den normalen Straßen beenden konnte. Sie hatte das steinerne Gebäude beinahe erreicht, als sie plötzlich durch einen Ruf aufmerksam wurde.
"Frau Uzumaki!", hieß es irgendwo hinter ihr und veranlasste Narame dazu, stehen zu bleiben und sich umzudrehen.
'Wer könnte das sein?', dachte sie in Gedanken bei sich, während sie den herannahenden Shinobi musterte. Sie kannte ihn nicht beim Namen, es musste sich um irgendeinen Chuunin aus dem Dorf handeln, denn für einen Genin war der junge Mann zu alt und die Jounin des Dorfes kannten sich untereinander meistens schon zumindest vom Namen und Aussehen her.
"Ja, was gibt es?", fragte Narame, als der Fremde nah genug herangekommen war. Eben jener salutierte zackig und überreichte Narame dann eine versiegelte Schriftrolle. Der Stempel des Hokage war in das rote Wachs gepresst, es musste sich also um einen Auftrag handeln.
"Hm, das kommt jetzt etwas ungelegen.", murmelte die Frau, besann sich dann aber schnell darauf, dass der Shinobi ja noch immer vor ihr stand.
"Vielen Dank."
Der Bote salutierte noch einmal zum Abschied, dann war er auch schon mit dem Shunshin no Jutsu verschwunden und ließ eine etwas neugierige Frau zurück.
'Was könnte das sein?'
Narame zuckte mit den Schultern und öffnete kurzerhand die Schriftrolle. Sie war nicht sonderlich groß, lediglich ein paar Zeilen und zwei Fotos waren darin:

Uzumaki Narame,
Sie treffen ihr neues Team heute Abend um 1800 am Nordtor. Ihre neuen Schülerinnen sind Hirasawa Yui und Ikar Buki. Details liegen in Ihrem Schließfach bereit.
Im Auftrag des Hokagen, Toyaki Hiretsugu.


Narame blickte eine Weile auf die Fotos. zwei kleine Kinder, sie können kaum aus der Akademie entlassen worden sein. Narame schätzte sie auf bestenfalls 13 Jahre. Grünlinge also, oder besser, die Zukunft des Dorfes. Es war nicht das erste mal, dass die Uzumaki Schüler erhalten hatte, doch nie zuvor waren es so junge Genin gewesen. Das bedeutete, dass man eine Menge Vertrauen in sie setzte. Und doch kam diese Depesche gerade arg ungelegen, war sie doch mitten in der Investigation des Uchihamordes verwickelt. Sie wollte diesen Fall ja unbedingt aufklären, ihr eigenes Bauchgefühl riet ihr, es zu tun. Dieser Mörder durfte nicht ungestraft davon kommen. Oder besser, die Mörder, denn immerhin waren es zwei Spuren gewesen. Sie trennten sich zwar nach einer Weile, doch sie beide führten direkt in Richtung des Teereich.
Sie konnte auf keinen Fall die Anweisung des Hokagen ignorieren, also musste sie zwangsläufig heute Abend am Nordtor sein. Aber wenn sie dort war, dann würden die Mörder vielleicht entkommen und weiter frei herum laufen.
Eine lösung musste her und Narame beschloss, darüber zu sinnieren, während sie mit Semjon sprach, denn dieser wartete vermutlich schon viel zu lange auf Narame.
Und so betrat sie kurzerhand das traurig anmutende Gebäude.
"Ich suche Emishi Semjon.", sagte Narame knapp zu einer Angestellten, die daraufhin nickte und ihre Unterlagen zu durchforsten begann.
"Ääähm... Er sollte noch unter den Lebenden weilen.", sagte Narame etwas zaghaft. Die namenlose Frau sah daraufhin etwas zerstreut auf und nickte heftig.
"Ah, ja! Ja, natürlich, tut mir Leid! Er wird vermutlich im Obduktionssaal sein. Hier entlang!"
Sie leitete Narame durch einen einzelnen Gang und öffnete die Tür zum besagten Raum. Dort sah die Uzumaki auch schon den Emishi und eine weitere Frau, die um die Überreste eines Körpers herum standen. Es sah wahrlich nicht feierlich aus und Narame bemühte sich, den direkten Blickkontakt mit der Leiche zu vermeiden. Sie hatte nichts gegen den Anblick toter Körper, doch vermied sie ihren Anblick doch, wenn es möglich war. Es war ihr einfach zuwider, immerhin war dies der Körper einer unschuldigen Dorfangehörigen, nicht der eines bösartigen Verbrechers. Dieses Opfer hätte jeder sein können, ihre neuen Schützlinge eingeschlossen.
"Ich bin zurück.", stellte sie knapp in Semjons Richtung fest.
"tut mir Leid, dass ich mich verspätet habe, die Suche hat länger gedauert, als ich dachte. Es scheint, als seien unsere Freunde ins Teereich oder zumindest grob in Richtung Küste gegangen. Natürlich ist es möglich, dass sie ihre Route zwischenzeitlich geändert haben, doch eine bessere Fährte gab es nicht. Was hast du herausbekommen?"
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BeitragThema: Re: Die Leichenhalle   Do Dez 30, 2010 4:37 am

Als Narame schließlich hinzustieß, hatte sich noch immer nicht viel auf dem Bildschirm getan. Zu dem Sanduhren-Symbol hatte sich lediglich ein ellenlanger Ladebalken gesellt, den Semjon mangels absolut untauglicher Computererfahrung schräg anblickte und Ist das so ein Virus? fragte.
Zhai hatte beinahe den Versuch gewagt, dem Alten vom Berge einige Ratschläge zu erteilen, was das ständige Flüchten auf den Berg anging. Beispielsweise, dass man es nicht zu oft tun sollte, wollte man die Errungenschaften der Technik mitbekommen.
Doch Narame kam dazwischen und verhinderte unwissentlich, dass sich Semjon irgendwelche Gedanken über IT-Wissenschaft und Viren und Ladebalken machen musste.
Was wir herausbekommen haben? Oh, interessante Erkenntnisse über -... das Dorf, welches hier und dort ohne unsere Genehmigung persönliche Daten wie zum Beispiel Chakrasignaturen in ihre Blechkisten einspeist, um digitale Fahndungen nach uns zu ermöglichen. Das hätte er beinah gesagt. Doch Zhai fuhr ihm dazwischen.
Stellst du mich nicht vor? fragte sie und musterte die andere.
Was, wie, wen? Achso. Semjon zeigte mit dem Stock auf Zhai. Narame Uzumaki, ich stelle dir Zhai Kiobashi vor. Der Stock sauste in Richtung Narame, Semjons Blick richtete sich allerdings auf Zhai. Zhai Kiobashi, ich...
Habs verstanden... Zhai tätschelte Semjons Schulter, nickte Narame mit leichtem Lächeln zu und trat näher an den Metalltisch mit den Knochenüberresten. Tja! Gut! Wie sie sehen, ist diese Leiche verbrannt. Offensichtlich, nicht? Allerdings ist zu vermuten, dass dies nicht die Todesursache war. Richten sie ihre Aufmerksamkeit bitte... Zhai nahm routiniert einen Kugelschreiber aus ihrem Kittel und titschte damit auf die zerbrochenen Rippen des Torsos. ... darauf. Die Bruchstellen hier... Der Kuli begleitete den kleinen Vortrag anschaulich, ... sind zwar auch verbrannt wie der ganze Leib an sich, jedoch geht es hier sehr viel mehr in die Tiefe. Es muss also etwas... heißeres als gewöhnliches Feuer am Werk gewesen sein. Ihre hellen Augen richteten sich auf Narame. Heißer als gewöhnliches Feuer; ich darf meine Hypothese einmal untermauern. Und wie zuvor schloss sie ein einzelnes Fingerzeichen. Sansan. Das Genjutsu erzeugte gewöhnlich einen grellen Strahl, der sich sauber in die Netzhaut des Feindes fraß, nun aber knisterte lediglich ein hübscher, stahlblauer Knatterkranz um Zhais Hand. Hergesehen. Es gibt nicht viel, das Knochen durchschlägt und zugleich solche Verbrennungen hervorruft! Die Iryo-Nin hob die Hand, ließ sie ruckartig durch die zerbrochenen Rippen des Brustkorbs und metallberstend und kreischend durch den ganzen Tisch krachen!
Semjon zuckte zusammen. WHOA!
Einen Augenblick später berührte Zhais Hand lediglich die Tischkante; es war aber wohl auch unheimlich genug, dass sie damit im Brustkorb der Leiche steckte. Kleiner Scherz am Rande bemerkte sie zynisch, um dann aber wieder ernst zu werden. Aber so ungefähr wird dieses Jutsu wohl gewirkt haben. Um ihre Hand flackerte smaragdgrünes Licht, und sie nickte niemand besonderem zu, als habe sie die Information, die sie wollte. Ja. An der Wirbelsäule ist das, was hier benutzt wurde, auch noch vorbei gegangen.
Hexenwerk raunte Semjon, allerdings unhörbar für die anderen. Meinte er wohl die knochenbrecherische Kunst? Wohl eher nicht, sein eigener Kampfstil war ja kaum anders. Bezog sich wohl eher auf Genjutsu, die er so oder so noch nie leiden konnte.
Was wir hier haben, ist das Opfer einer legendären Kunst sprach Zhai, die Hand wieder ins Freie ziehend. Chidori. Sie konzentrierte sich mit ihren Erklärungen größtenteils auf Narame. Das grenzt die Anzahl der Täter wohl stark ein, nicht? Chidori wird nur von wenigen Clans gelehrt und noch weniger Leute lernen es wirklich.
Chidori... murmelte Semjon. Das ist...
Eine Kunst vom Grad A versetzte Zhai. Knochenbrechend.
Das meine ich nicht. Semjon starrte die Leiche an. Besonders den Brustkorb. Seit dem Krieg mit Uchiha no kuni habe ich kein Opfer dieser Kunst mehr sehen müssen... Er hob den Blick, seltsam müde. Man braucht Sharingan, um es richtig zu benutzen, ja?
Ja erwiderte Zhai, plötzlich ebenfalls ruhiger geworden. Sie war fast in einem Alter mit Semjon, auch wenn sie so jung wirkte wie ihre eigene Tochter. Wo du es ansprichst... zu dumm, dass ich es nicht sofort erkannte... ich habe solch eine Wunde wohl lang nicht mehr behandelt...
Hin und wieder schmerzt es übrigens noch.
In diesem Moment gab der Computer ein triumphierendes Piep! zum Besten!
Sie drehten sich um. Auf dem Bildschirm erschien das Profil von Seselina Uchiha, Mitglied der ANBU.
Da haben wir unsere Tote stellte Zhai fest.
Links das Foto; Seselina mit schwarzen Haaren. Rechts die Daten. Familie und dergleichen.
Und da haben wir Sharingan fügte Semjon trocken hinzu. In welchem Clan wird Chidori nochmal weiter gegeben?
Zhai verstand. Wirbelte herum und legte ihre Hand auf die Augenhöhlen des Schädels. Offenbar kannte sie absolut keine Berührungsängste. Das medizinische Chakra glimmte auf, in seiner Flamme trieben sogar winzigste Kohlestückchen in die Höhe. Zhai schloss konzentriert die Augen, derweil das Summen des Jutsu den Raum erfüllte.
Kratzer in der Augenhöhle sprach sie dann. Jemand war an ihren Augen...
Chidori, eine Clankunst der Uchiha, tötet eine Uchiha, deren Augen fehlen, richtig?
Scheint so.
Seselinas Geschwister wurden in der Profil-Datei aufgeführt. Ihre Namen waren Akio und Nami.

OUT: Habe es mal etwas beschleunigt... Wollen es ja nicht zu sehr in die Länge ziehen.
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BeitragThema: Re: Die Leichenhalle   Do Dez 30, 2010 7:01 am

Narame hörte sich alles schweigend an, was die anderen Anwesenden zu sagen hatten. Auf die Begrüßung reagierte sie mit einem simplen Nicken, zum Lächeln war ihr hier nicht zu Mute. Das änderte sich auch dann nicht, als die Frau des leichenhauses mit ihrer eindrucksvollen Demonstration des Tathergangs begann. Die uzumaki war hin und hergerissen zwischen dem Abwenden vor Ekel und dem Hinsehen zwecks Informationsgewinnung. Letztlich obsiegte die Kunoichi in ihr und Narame zwang sich, hinzusehen, was Zhai ihr vermitteln wollte. Etwas, was die Frau sicherlich bereuen sollte, denn bei dem Anblick und dem widerlichen Geräusch, als würde man mit einer Faust in Matsch schlagen kam ihr die Galle hoch. Narame verzog angewidert das Gesicht, als sie den sauren Geschmack in ihrem Mund schmeckte und es brauchte einiges an Überwindung, sich nicht zu übergeben, sondern den Inhalt ihres Magens wieder da hin zu befördern, wo er hingehörte.
'Absolut widerlich!', ging es ihr dabei durch den Kopf. Semjon schien das ganze etwas gelassener genommen zu haben, aber in seinem Alter musste er auch schon einiges mehr mit angesehen haben, als sie selbst.
"Der Täter hat das Opfer also wegen seines Sharingans mit einer Uchihatechnik getötet.", fasste Narame selbst noch einmal zusammen. "Ich kann mich erinnern, irgendwo einmal gelesen zu haben, dass es zu Zeiten meines Vorfahren Naruto unter Uchiha sehr populär war, sich gegeneitig die Augen zu stehlen, um größere Macht zu erlangen. Der Täter muss also aus dem Clan stammen, oder zumindest ist es sehr wahrscheinlich. Hmmm..."
Sie überlegte eine Weile. Was sie herausgefunden hatten, war schlecht. Mehr als schlecht, denn es musste bedeuten, dass es wieder einmal abtrünnige Uchiha gab.
"Okay, wir haben also ein paar potentielle Täter und eine grobe Richtung, in die sie entkamen. Ich habe eben gerade einen Auftrag vom Hokagen erhalten, dass ich mich in ein paar Minuten mit jemandem am Dorftor treffen soll. Ich schlage vor, dass du zum Hokagen gehst und ihm die neuen Erkenntnisse mitteilst, ihn ebenfalls darum bittest, dass ich die Mission vorerst weiter begleite, um meine neuen Schüler kann ich mich parallel schon irgendwie kümmern. Anschließend schlage ich vor, treffen wir uns am Osttor und machen uns auf den Weg. Vielleicht bekommen wir vom Hokagen ja auch noch Unterstützung zugeteilt. Wenn unser Täter wirklich ein Uchiha ist, dann sollten wir größte Vorsicht walten lassen."

Auf diese Weise hoffte Narame, sich nicht zwischen den Anweisungen des Kagen und der Klärung ihres Falles entscheiden zu müssen. Erst kümmerte sie sich um ihre Schülerinnen, dann erledigte sie den abtrünnigen Uchiha und würde das Feuerreich so um einiges sicherer machen. Natürlich musste der Hokage ihrem doppelten Auftrag noch zustimmen, doch er würde sicherlich einsehen, dass ihre Fähigkeiten als Jägerin unabdingbar wären, um die Spuren zu dem Nukenin zu verfolgen.

"Was meinst du?"



out: Das Tempo nehme ich mal mit ^^
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BeitragThema: Re: Die Leichenhalle   Do Dez 30, 2010 10:01 pm

Ja, um so mit einer Leiche umzuspringen, brauchte man schon eine gewisse Kaltschnäuzigkeit... besser gesagt, man brauchte den Zynismus, der in den beiden Personen Narame gegenüber in Fleisch und Blut übergegangen war. Alle beide hatten mehr als ein halbes Jahrhundert Krieg und Tod gesehen, da war es nicht schwer, sich derartig... widerlich zu verhalten.
Zhai verbiss sich den Kommentar, einen Eimer herbei zu holen, der weil Semjon die Sache überdachte. Hm machte er. Und wieder Hmmm... Er kratzte sich am bärtigen Kinn. Ja, zu Zeiten deines Vorfahren war es recht populär, einander die Augen auszustechen...
Bekommt der Ausspruch "Auge um Auge" nen ganz anderen Sinn, heh? mischte sich Zhai mit unpassender Fröhlichkeit ein. Ist aber nicht nur bei den Uchiha so gewesen, nicht, Semjon? Sie stieß ihm sanft den Ellenbogen in die Seite.
Bah! Fängt auch nur einer aus meinem Haufen mit diesem Mist von einem Mangekyou-Okamigan an, erklär ich ihn zur Narrenkappe des Tages und setze ihn auf die Stille Treppe! schnaubte der Alte nun wieder energischer. Er wandte sich an Narame. Gut! Osttor! Ich kläre die Sache mit dem Kage, übernimm deine Leute und bereite sie vor, wie du es für richtig hälst!
Er stampfte mit dem Stock auf. Ja! Aufbruchstimmung! Schon wieder wallte eine Ladung Erde aus seinem Mantel.
Nun mach hier keinen auf Großkönig schimpfte Zhai sofort.
Verzeihung! Wieder ein Fingerschnippen - der Staub huschte förmlich vor Angst unter Semjons Klamotten zurück.

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BeitragThema: Re: Die Leichenhalle   Fr Dez 31, 2010 12:19 am

Mit dem Wort Aufbruchstimmung schien der Clanführer der Emishi die Vorgehensweise beschlossen zu haben. Es gab fürs Erste nichts weiter zu sagen, deswegen verabschiedete die Uzumaki sich lediglich mit einem "bis später dann!" und machte sich dann auf den Weg, um ihre neuen Schülerinnen kennen zu lernen. Sie war immer noch etwas unter Zeitdruck, nachdem sie sich erst bei Semjon verspätet hatte und nun auch schon eine ganze Weile die genin hatte warten lassen. Und so sollte es nicht verwunderlich sein, dass Narame ohne weiteres Handeln die Leichenhalle in Richtung Nordtor verließ, in Gedanken bereits darin, welche neue Verantwortung sie von nun an tragen würde.

tbc: Nordtor
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