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 Emishis Anwesen

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BeitragThema: Emishis Anwesen   Do Jan 13, 2011 9:57 pm

Die Clanfamilie wie auch ein Großteil der Gefolgsleute lebt hier in dieser Häuserreihe in guter Nachbarschaft, man hockt praktisch aufeinander. Das ganze Gebäude macht einen grundsoliden Eindruck - es blättert kein Putz von den Wänden oder hängen Kabel ins Freie, nein, der Hausmeister leistet gute Arbeit. Die Wohnungen der hochrangigen Gefolgsleute erkennen Eingeweihte übrigens zum Teil an den Satellitenschüsseln, die als große Smileys aus den Wänden starren. Niedriger gestellte Gefolgsleute hängen lediglich Antennen nach draußen.
Das Clansymbol befindet sich im Namensschildchen der Klingel.
Im Untergeschoss des Gebäudes gibt es einen Versammlungsraum, der auch für Kellerpartys genutzt wird (Schlüssel beim Hausmeister, Versuch des Stehlens entspricht Niveau-Grad A und wird mit Handabhacken bestraft). Außerdem gibt es eine private Therme, die umweltschonend angetrieben wird: Vieleviele Glutsalamander, die claneigenen Vertrauten Geister, werden in die feuerfeste Verkleidung der gewünschten Becken gesetzt. Wirft man Holzkohle hinterher, fangen diese niedlichen Eidechsen an, lustig Feuer zu spucken und das Wasser anzuheizen. Nur wenig Holzkohle löst einen kollektiven pyrokinetischen Schluckauf aus, der locker für drei Stunden warmes Wasser sorgen kann.
Vom Untergeschoss aufs Dach: Hier findet man ein Gewächshaus vor, in dem allerlei Kräuter, Obst und Gemüse wachsen. Teils für medizinische Zwecke, teils, weil man sich wegen Gewürzen oder gesunder Ernährung nicht zum Supermarkt bequemen will.
Im dritten Stock findet man eine kleine Nische vor, in der man ein gewaltig großes Buch mit vielenvielen hundert Seiten vorfindet: Die Hausordnung!!! Pflichtlektüre für Besucher, die über Nacht bleiben wollen!!!
Im Hinterhof findet man eine Art Trainingsplatz vor. Die Außenwände des Gebäudes sind hier feuerfest, der Boden ist nicht asphaltiert. In einer Ecke steht ein Schild mit der Aufschrift: "Wer Unordnung schafft, macht auch wieder sauber!" Gezeichnet: Der Hausmeister. Neben dem Schild findet man eine Falltür vor, unter der sich Reinigungsmittel, anderes Putzzeug und Besen befinden.


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BeitragThema: Re: Emishis Anwesen   Do Jan 13, 2011 11:13 pm

Die Sonne malte ihr Bild aus Rot und Orange und Gelb an den Westhimmel, als Ashitaka den nächsten Anlauf nahm.
Der Jo-Nin nahm sich Zeit, auch wenn es ihm schwer fiel, frustriert wie er war. Tiefe Atemzüge, dann Anhalten. Fingerzeichen. Zugleich eine eher linkische Bewegung mit der Hüfte. Unterkörper kreisen lassen... kreisen lassen... kreisen lassen... Körperliche und geistige Energie verschmolzen, wurden zu Chakra geschmiedet, das bereits vom Nabel aufstieg und sich in seiner Brust breit machte. Noch ein wenig... noch etwas länger... Chakra durch die Drehung stimulieren... Ashitaka wußte, wie man Feuer spie; er wußte, wie man die Energie verwendete, um Flammen zu erzeugen. Und dies war das Problem, denn einem Katon-Lehrling wurde gesagt: "Lass es raus!" Chakra fliegen lassen, ehe es dich verbrennt!
Nun aber... die neue Kunst setzte voraus, das Chakra zusätzlich noch durch die kreisende Körperbewegung zu stimulieren; nicht nur die Flamme, sondern auch die Explosion hervor zu holen!
Es brannte in seiner Brust, feurige Krallen durchzogen seinen Oberkörper - er konnte es nicht mehr halten und spie das Geschoss aus, als würde er sich an schlecht gewordenem Kartoffelbrei übergeben!
Wie Kartoffelbrei sah es wirklich aus, was da aus seinem Mund platzte. Ein gelblich-orangener Wabbel-Batzen flog ein Stückchen über den Hof, landete träge platschend auf dem Boden und breitete sich wie zäher Schlamm aus, ehe er in einer kleinen Flamme verdampfte.
Ashitaka spuckte dampfenden Speichel hinterher. Schitt.
Sein Töchterchen hatte nur Spott dafür übrig. Ha-Haaahhh... Die achtjährige Akane lachte unbekümmert über den missratenen Versuch, während sie mit ihrem Hoola-Huup-Reifen spielte. Ich kanns besser! ich kanns! Der Reifen fiel zu Boden, Akane schloss die Fingerzeichen und spie selbst Feuer! Was heraus kam, war allerdings auch von der bizarren Sorte: Gleich zwei winzige Feuerflummis, die von einer hellgelben Membran umschlossen waren, dengelten über den Hof, der eine nach links tendierend, der andere nach rechts, und zerplatzten wie Wasserbömbchen an der feuerfesten Hauswand.
Die Körperdrehung während des Schmiedevorgangs war ganz offenbar ein ganz spezieller Faktor, der sich mit höchst seltsamen Ergebnissen in den Künsten zeigen konnte.
Tss... machte Ashitaka. Nimmst du den Mund nicht etwas voll?
Das war nur Warmmachen rief die Kleine unverdrossen, Mama sagt, ich soll mich IMMER warmmachen! Sie ließ die Hüfte kreisen, fabrizierte die Fingerzeichen, hielt den Atem diesmal jedoch an und brachte auch den Körper von der Hüfte an aufwärts in eine Drehung, bis hinauf zum Kopf. Dann spie sie aus, mit einem Schrei. Jetzt ists echt!
Die Feuerkugel zischte los, tiefgelb im Zentrum, am Schweif scharlachrot, raste erst nach links, dann scharf nach rechts, zuckte zurück - und schmetterte in die Hauswand.
Ein kleiner Knall wie ein Böllerschuss.
Zum Glück trug Ashitaka die Sonnenbrille, andernfalls hätte man ihm wohl seine Bestürzung angesehen. Das ist doch...
Neben ihm verdrehte Akane die Augen nach oben und fiel von jetzt auf gleich in Ohnmacht.
Ihr Vater seufzte schwer, hob sein Töchterchen auf die Arme. Na gut, überzeugt murmelte er, Noch kannst du es besser... doch wenigstens verqualme ich nicht mein ganzes Pulver dabei.
Akane gab ein leises Schnarchen zur Antwort.
Ashitaka verließ damit den Hinterhof, um Akane ins Bett zu bringen... danach würde er zurückkommen, um die Brandflecken mit extrem säurehaltigem Putzreiniger zu entfernen.
Ach ja: Und den Hoola-Huup-Reifen, den sammelte er auch ein!

tbc: Haupttor
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BeitragThema: Re: Emishis Anwesen   Sa Feb 26, 2011 11:57 am

Cf: Haupttor

Nach dem Zitronentee kamen sie auf Sake.
Da sitzen wir nun, Semjon… bemerkte Epona mit trockenem Lächeln, und saufen. Auf deinem Dach. Mitten am Tage.
Ja, auf meinem Dach. Romantisch, nicht? Der Clanführer der Emishi tat ein gleichmütiges Schulterzucken. Verstaubte Picknick-Decke, Beistelltischchen, zwei Sonnenstühle. Eine Kühlbox.
Aufreißer, du. Epona setzte sich etwas mehr auf, tastete blind nach ihrem Glas, stellte fest, dass es leer war, und seufzte. Trinken unter freiem Himmel. In der Öffentlichkeit. Ist das nicht eigentlich… strafbar?
Semjon schnaubte. Hah! Solln se nur kommen. Und mir das Trinken verbieten. Auf meinem eigenen Grund und Boden -…
Auf deinem Dach.
Auf meinem Dach. Semjon geriet ins Stocken. Als hätte er vergessen, was er sagen wollte. Solln se nur kommen.
Unten im Hof hatten sich mehr als zwei Dutzend Kinder um einen Fußball versammelt und spielten Hühnerhaufen. Das heißt, sie prügelten sich allesamt rund um den Ball herum. Epona hatte nicht mitbekommen, wann jemand Anstoß erteilt hatte, doch von ihrem Aussichtspunkt aus konnte sie erkennen, dass sich das Leder noch keinen Millimeter vom Fleck gerührt hatte, das Gerangel drumherum jedoch schon über eine Minute andauerte.
Dein Clan wächst und gedeiht, Semjon… Epona wandte den Blick von den Kindern und hin zu dem Mann, neben dem sie wie eine Jugendliche wirkte und doch nur dreizehn Jahre jünger war. Du führst ein ruhiges Leben.
Weil es Leute gibt wie dich erwiderte Semjon leichthin, langte in die Kühlbox und angelte nach der Sake-Flasche. Darauf trinken wir.
Auf vieleviele Enkel für dich.
Und auf Leute wie dich, die ihr Leben lang nur durch die Gegend rennen. Sie stießen an. Die Gläser klirrten aneinander, während unter ihnen der Fußball mit weitaus lauterem Klirren in ein Fenster krachte.
Epona ließ den Sake die Kehle herab rinnen, spürte die sanfte Taubheit im Mundraum und das feine Brennen im Hals, das sie zum Husten brachte. Dann Hitze; wohlige Wärme im Magen. Die Yamanaka ließ sich in ihrem Stuhl zurückgleiten, während die Hitze auch auf ihr Gesicht übergriff. Entspannung. Sie legte lasziv den Kopf auf die Seite. Und nun lass uns was Verrücktes tun.
Semjon warf ihr einen Seitenblick zu. Oh, das werden wir wirklich… Nur nicht so, wie du es dir vorstellst, fürchte ich.
Epona lachte, oder vielmehr gackerte sie. Häh?
Ja… Semjon setzte sich aufrecht. Ich habe einen Auftrag für dich. Etwas wirklich Verrücktes.
Der ernste Tonfall sorgte dafür, dass sich das glückselige Grinsen langsam aus Eponas Gesicht verzog. Häh?
Semjon schnippte vor ihrem Gesicht. Komm aus dem Blondinen-Modus raus, Mädel!
Epona blinzelte. Ein Auftrag? Ihr Blick schien kurz abzugleiten, ehe sie nach zwei Sekunden wieder zu sprechen begann. Ein Auftrag. Eine freundliche Stimme, nach wie vor, doch so etwas wie Enttäuschung hatte sich in ihr feines Gesicht geschnitten. Weißt du, Semjon… als du mich am Tor abgefangen und hierhin eingeladen hast, da dachte ich, du tätest es, weil du mich magst.
Und es ist sicher auch nicht anders erwiderte der Emishi.
Diese Worte schienen keinen großen Eindruck zu haben. Eponas Gesichtsausdruck war nicht mehr enttäuscht, sondern todunglücklich. Ich hätte auch gern Enkel, Semjon-senpai… Nicht so viele wie du, das müsste es nicht sein. Aber so zwei, drei…? Ihre Augen glänzten, tränennass, und die tobenden Kinder unten im Hof verschwammen in ihrem Blick.
Semjon zögerte. Dann legte er der Yamanaka eine schwielige Hand auf die Schulter. Epona. Heh. Weißt du, warum ich dir diesen Auftrag geben will?
Weil ich nichts zu verlieren habe?
Weil du ein Ziel hast versetzte er so ruppig, dass sie nun doch aufsah. Weil du das, was du erleben musstest, anderen ersparen willst.
Epona blinzelte. Wischte sich mit dem Handrücken übers Gesicht und musterte Semjons Gesicht. Eisen war in diesen grauen Augen, Stahl zwischen Falten und Leder.
Was soll ich tun?
Vor kurzem sprach Semjon, ist hier ein Mord vorgefallen. Seselina Uchiha, und ihr Bruder Akio ist seitdem verschwunden.
Uchiha murmelte Epona. Mord unter Uchiha?
Höchstwahrscheinlich.
Hat Hokage etwas veranlasst?
Yahiko ist weg.
Oh… und du willst, dass ich diesen Akio aufspüre?
Semjon vollführte eine entschiedene Handbewegung. Nein, lass ihn. Eine Spurensucherin kümmert sich bereits darum, Narame Uzumaki.
Narame… kenne ich. Den Namen. Epona nickte langsam, wie um anzuzeigen, dass sie bis hierher mitkam. Weiter. Was soll ich dann tun?
Ein Informationsnetz aufbauen entgegnete Semjon. Und zwar unter den Jagd-Ninja und Spionage-Profis in Otogakure, Kirigakure und Verugakure.
Epona riss die Augen auf. Was hast du vor?
Ein Netz bauen, sage ich doch. Semjon kratzte sich am Kopf, und Staub rieselte herab. Weißt du… ich habe das dumpfe Gefühl, dass etwas im Argen liegt. Ein Mord unter Uchiha, damit fängt es wohl an…
Und ich soll für dich durch die Dörfer ziehen? Fragte Epona barsch. Du wirfst mit den Leben deiner Gefolgsleute um dich, Semjon, und nun wirfst du mich hinterher.
Semjon hob den Zeigefinger. Falsch! Ich werfe nicht mit Leben um mich!
Du schickst Clanleute in die Verbannung, lässt sie zum Verräter werden, sodass sie für dich spionieren erwiderte Epona harsch. Und nun willst du mich in die Schlangengruben schicken.
Ich schicke dich, weil du die Einzige bist, der ich genug vertrauen kann und die zugleich das Rüstzeug besitzt, das auch zu schaffen! Semjon erhob sich, richtete sich kerzengerade vor der Kunoichi auf. Bitte! Epona, bitte! Du warst mir immer eine treue Kameradin, und du bist die beste Spionin, die ich kenne! Er atmete einmal tief durch. Bitte. Du hörst mich bitten, oder? Hab ich jemals gebeten?
Du hast niemals gebeten erwiderte Epona tonlos, du hast befohlen, und wir haben gespurt.
Und darum sollte dir der Ernst der Lage klar sein. Auf der einen Seite bloß Politik-Hickhack, auf der anderen Seite Tod und Verderben, Hols Zeisig! Er legte drei dicke Umschläge auf den Tisch zwischen ihnen. Hier nimm das, es sind die Steckbriefe der meisten von Konoha aus gesuchten Verbrecher. Geh damit zu den Leuten, von denen du glaubst, dass sie ihren beschissenen Patriotismus vergessen können, um mit dir zusammen zu arbeiten.
Was soll das bringen?
Sicherheit versetzte Semjon, Sicherheit. Deine Kontakte in den anderen Dörfern sollen dich auf dem Laufenden halten, und du tust es ebenfalls für sie. Auf diese Art kann sich kein Verbrecher oder Flüchtiger noch in der Nähe eines Ninjadorfes aufhalten!
Ein Spinnennetz für die Ratten murmelte Epona und nickte. Verstehe. Ich soll die Leute selbst aussuchen?
Spionage ist dein Ding, oder?
Die Yamanaka grinste unvermittelt. Ja… Mit Schalk in den Augen sah sie den alten Emishi an. Weiß eigentlich noch jemand von deinem Plan, ein solches Netz zu weben?
Wer denn? Einer aus dem Rat? Die würdens doch nur torpedieren.
Epona lachte auf. Da hast du Recht. Sie erhob sich, und sie ergriffen einander an den Handgelenken. Verlass dich einfach auf mich! Doch dann geriet sie wieder ins Zögern. Aber… wann soll ich mich denn heimlich in die Dörfer schleichen?
Semjon grinste dünn. Das überlasse ich ganz dir… wer, wenn nicht du, könnte denn eine halbe Weltreise unternehmen, ohne am Arbeitsplatz zu fehlen? Es gibt doch sicher mehr als genug Gesuchte, denen du hinterher jagen kannst…?
Und die gab es wirklich. Es gab mehr als genug.

Sie redeten noch ein wenig, doch auch wenn sich jeder von ihnen um unverfänglichen Plauderton bemühte, so war die unbeschwerte Aura doch verflogen.
Und Epona zog aus, ein Netz zu spinnen.

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