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 Küstenstadt Sunanami

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BeitragThema: Küstenstadt Sunanami   Di Mai 03, 2011 3:59 am

Akane stapfte über die Gangway und setzte mit einer entschiedenen Bewegung den ersten Schritt an Land. Endlich! rief sie enthusiastisch aus, Da wären wir! Die erste Etappe liegt hinter uns, und das Geld ist noch da. Sie tätschelte die Tasche an ihrer Seite fürsorglich wie den Schatz, der die Tasche ja auch irgendwie war. Überrascht mich fast gab sie nebensächlich zu, zuckte vergnügt mit den Achseln und schlenderte über den Kai in Richtung Stadt.

Die Umgebung wirkte noch nicht wirklich wie eine gewaltige Wüste; es war eher üppig grün.



OUT: Sorry, nächster Post wird sicher wieder besser... gerade fehlt mir Inspiration, und dieses neue Eingabefenster verhindert mein flüssiges Schreiben!
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   So Mai 08, 2011 6:55 am

Allem anschein nach ging der Käptain schnell auf das angesprochene ein. Witzigerweise ging er sogar hin und erhöhte das ganze in dem er seiner Mannschaft den Auftrag gab, auch meine Kabine zu zerlegen. Nun gut, so konnte man es wohl auch machen um sein Schiff langsam und von Grund auf renovieren zu lassen. Als Loyale Kunoichi von Kirigakure sollte man sicherlich dagegen vorgehen und eigentlich war ich auch Loyal, aber wenn es ums Geld ging so war ich doch nicht abgeneigt hier mal eine Kleinigkeit zu verschweigen. So ließen wir das Schiff auch sogleich hinter uns. Ein neues Land lag vor uns, jedenfalls vor mir. Ich war hier nie gewesen, hatte nie einen Grund dazu gehabt und dennoch hatte ich häufig von Sunagakure gehört. Nun ja es schien ja nicht mehr diesen Namen zu tragen, warum eigentlich? Nun der Kazekage hatte sicherlich seine Gründe dafür. Er war der siebte, soweit ich dies mitbekommen hatte als seine Botin in das Büro des Mizukagen kam. Was wohl mit dem alten Kage passiert war? Das man als einfache Jonin aber auch immer nur das nötigste erfuhr. Als wir an Land gingen spürte ich irgendwie schon das es hier wärmer war als in unserer Heimat. Komischerweise hatte ich es mir aber anders vorgestellt, von einer Wüste war hier irgendwie nichts zu sehen. Waren die ganzen Geschichten unbegründet? Ruhig ging ich hinter Akane her, welche nun die Tasche wieder trug. Kiara folgte mir ruhig ohne wirklich groß auf sich aufmerksam machen zu wollen. Sie war eh nicht sonderlich begabt darin Geräusche von sich zu geben. Würde ich nicht ab und zu einen leisen Ton hören, würde ich wohl glatt meinen sie wäre Stumm. Akane die als erstes das Land betrat sprach sofort etwas aus von einer Etappe. Zu dem verhielt sie sich mit der Tasche echt komisch. Irgendwie schien sie sich wohl an das Geld zu gewöhnen. Ich lächelte nur ein wenig. Gewöhn dich nicht zu sehr daran.. meinte ich nur leicht belustigt. Danach wurde ich jedoch wieder ein klein wenig ernster. Ich denke das die erste Etappe noch nicht das größte Problem war, wir sollten mit allem rechnen... sprach ich ernst doch kurz darauf musste ich tatsächlich gähnen. Ok ich war wohl doch etwas Müde was das acht geben sicherlich um einiges erschwerte doch wie sagt man so schön. Wenn es leicht wäre, wäre es ja auch langweilig. Danach legte ich eine meiner Hände auch schon auf den Griff meines Katana und folgte Akane in Richtung der Stadt...des Dorfes....wie auch immer.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Mo Mai 09, 2011 7:16 am

Sand, nichts als Sand so weit das Auge reichte. Trotz dieser Eintönigkeit war heute ein sehr schöner Tag, die Sonne stand senkrecht am glühend heißen Himmel und schien das Gelb des Sandes in ihr flammendes Ebenbild verwandeln zu wollen. Es gab nicht sehr viele Bewohner hier die das trockene und schwüle Wetter zu schätzen wussten, ein paar Ameisen, hier und dort eine Schlange oder Eidechse. Ab und zu traf man sogar ein paar Kinder welche noch nicht die Schrecken der Wüste am eigenen Leib erfahren mussten und somit sehr unvoreingenommen diesen riesigen Sandkasten betrachteten. Diese Eingeborenen tatsächlich zu treffen, würde sich für einen Ortsfremden freilich als unmögliches Unterfangen ausweisen, doch wussten diese kleinen Geschöpfe meistens ganz gut über den nächsten Wasserspeicher bescheid. Akari war genau solch ein Kind, die Wüste ihr Sandkasten, die Sonne der große Lichtspender, der Wüstenwind ein treuer Wegbegleiter. Doch obgleich sie gerne mal ein Abenteuer in der Einsamkeit milliardenfachen Sandkörnerlandschaft suchte, wagte sie sich selten alleine tiefer in die Wüste hinein. Die Tatsache, dass sie fast am Ende ihrer Wüstenwanderung war, sprach eindeutig für einen ortskundigen Begleiter. Akari und ihr Bruder waren nämlich nicht quer durch die Wildnis gestampft ohne einen Plan zu haben, nein ihr Ziel war fest vorgegeben, eine Küstenstadt, durchaus erreichbar, kannte man die Wege. Die junge Genin war sehr zufrieden mit ihrem Wegweiser, er war ihr sozusagen lieb und teuer, denn ihr großer Bruder war etwas ganz Besonderes gewesen. Genau betrachtet war es Akari egal was er einmal gewesen sein mochte, er war ihr ein und Alles, ein naher Verwandter den die Vollwaise erst vor kurzem Gefunden hatte, auch wenn es sich um ein geplantes Treffen gehandelt haben mochte.
Er war einfach wunderbar, sie konnte ihn anlächeln und er lächelte manchmal zurück. Sie würden auch Trauer und Tränen miteinander teilen, ebenso wie Freude und herzhaftes Lachen. Diese Zweisamkeit war praktisch perfekt, wären da nicht ihre Bauchschmerzen gewesen, die ab und zu in Erscheinung traten. Sie waren zuvor in einem Krankenhaus gewesen und hatten sich gemeinsam von einer Infektionskrankheit erholt, ein typisches Geschwisterding, sie steckten sich sogar gegenseitig an.

“Erinnere dich!“

Das Mädchen musste sich setzen, der Weg war wohl zu beschwerlich gewesen und sie war noch nicht wirklich wieder fitt, seltsamerweise ging es ihrem Bruder ähnlich und Akari musste daran denken, dass sie schon viele Rasten eingelegt hatten, die Hälfte, weil er auch noch sehr kränklich war. Manchmal schien es Akari fast, als hätte das Krankenhaus sie vorzeitig entlassen, womöglich waren sie in Eile aufgebrochen? Für solche Gründe interessierte sie sich nie wirklich und sie würde auch kaum jemanden erklären können, wohin sie gerade wollten, sie überließ das „Reden“ gerne ihrem Bruder.

“Ich warte, los erinnere dich, Kleines!

Ihr Bauch brummelte inzwischen bedrohlich und ihr stieg Übelkeit empor, woraufhin sie sich freilich geräuschvoll übergeben musste. Was auch immer sie da mit sich rumschleppte, tat ihr gar nicht gut. Was war es doch gewesen, wieso waren sie krank gewesen? Ganz langsam wurde ihr bewusst, dass ihre Bauchschmerzen keine einfache Erklärung in einer Krankheit finden konnten, da war etwas anderes gewesen, nur was?

Plötzlich wurde es um sie herum schwarz und sie verlor das Bewusstsein, doch gleichzeitig schälte sich aus der Dunkelheit eine Gestalt heraus. Ein seltsames Wesen, dessen Haut die Farbe des Sandes besaß, womöglich wollte es damit seine Zugehörigkeit zur Wüste ausdrücken? “Hallo? Ich glaube ich habe mich verlaufen, wo ist mein Bruder?“ Das Wesen setzte eine Art Grinsen auf und stand einfach nur da, mehr passierte nicht. “Ähm wir waren eben noch auf den Weg ähm in eine Küstenstadt und…mein Name ist Akari Tokuwa, ich suche meinen Bruder.“ Akari war plötzlich sehr verwirrt, eben war ihr Bruder noch bei ihr gewesen, ihr Beschützer, sie vertraute ihm wie dem Wüstenwind, doch keiner von Beiden war hier. Die Sicherheit war verschwunden, aber was war passiert? War sie in dem Loch eines Ameisenbären und dieser stand nun vor ihr, doch würde dieser dann Grinsen? “Du weißt wer ER ist, aber du weißt nicht wer ICH bin? Das ist wirklich interessant, nun ich bin hier. Dein Bruder und ich waren Eins, ich bin dein Bruder.“ Diese Aussage führte fast zu einem Weinkrampf ihrerseits. Was sollte das, war sie in einem Genjutsu, war dies ein böser Traum? Ihr Bruder war ein Mensch, nicht solch ein komisches Wesen oder existierte ihr Bruder gar nicht? Doch eines war ihr klar, dieses Ding vor ihr konnte dann erst recht nicht existieren. “Ja einen Traum haben mich schon viele gewünscht und für viele bin ich ein Alptraum. Du kennst mich aus Geschichten aber das würde nie dazu führen, dass du von mir träumst, weil du glaubst einen mächtigen Verbündeten zu haben. Du bist ein Mensch der mit viel Phantasie einen mächtigen Schutzschirm erstellt und seit ein paar Tagen gehöre ich zu deinem Innenleben dazu. Nein, ich bin keine Einbildung Akari, wir sind keine Einbildung! Warte ich zeige dir etwas das deiner Erinnerung auf die Sprünge hilft.“

Den Worten folgten Bilder auf denen sie sich selbst sehen konnte in der Vogelperspektive. Sie schien in sich selbst einzutauchen und verspürte dabei einen unglaublichen Eckel und eine unbändige Wut. Im nächsten Augenblick fühlte sie eine Art Teppich oder womöglich Holzbretter unter sich liegen oder war es ein Sofa? Sie wusste es nicht genau zu sagen, denn ein seltsamer Schmerz betäubte ihre Sinne und führte dazu, dass ihre Sicht in einem Tränenschleier verschwamm, denn sie weinte und schrie. Einen Augenblick später bemerkte sie neben sich einen Jungen liegen, es handelte sich um Taiyo, welcher ziemlich blass wirkte und der Kazekage schien ziemlich um dessen Wohl besorgt zu sein. Ein Medicnin vollführte wohl eine Geheimtechnik und schien etwas aus dessen Körper zu entfernen. Doch die Bilder schienen in der falschen Reihenfolge zu sein, oder war ihr Schmerz aus der Anteilnahme an seinem Schicksaal entstanden? Plötzlich fühlte sie Verzweiflung und aufsteigende Wut gefolgt vom Gefühl des Verlustes. Das nächste Gefühl kam ihr sehr unpassend vor, es war Hass. Eine unbändige Wut gegenüber einer Person, die sie als den Kazekagen zu erkennen glaubte, denn sie oder vielmehr der Ichibi wollte ihm entkommen und schaffte es nicht, er wusste nicht woran es lang und das machte ihn noch viel wütender.

Die Erinnerungen verloren sich in der Dunkelheit und das Wesen, der Ichibi tauchte wieder auf. Nun wusste Akari ihr Gegenüber zumindest einzuordnen. “Das waren deine Erinnerungen oder? Wieso weiß ich etwas von deinen Gefühlen?! Du bist doch ein Monster, seit wann kannst du überhaupt fühlen und wieso bist du so sauer auf den Kazekagen?“
Hier zeigte sich Akaris volle Erfahrung sich mit einem Produkt ihrer Phantasie normal zu unterhalten und gleichzeitig wusste sie, dass sie nicht die volle Wucht der Gefühle des Ichibis zu spüren bekommen hatte. Ein warmer Wind wehte plötzlich durch die Szenerie ihrer Gedankengänge und Akari ahnte welcher Freund ihr geholfen haben mochte das Gesehene so schnell zu verdauen.

“Oh ich habe Gefühle, immerhin habe ich euren Vater ermordet. Er hat mich einst versiegelt und sollte ich diesen wunderbaren Menschen der dies erneut geplant hat begegnen, wird er einem freien Bijuu gegenüberstehen, denn du Akari wirst mir sicherlich bei meinem Vorhaben behilflich sein. Erinnerst du dich noch was er dir über deinen Bruder erzählt hat? Taiyo wäre wegen mir böse geworden? Du musst doch zugeben das dieser Denkansatz ziemlich kleinkariert ist oder? Es geht um die Zusammenarbeit, das Zusammenspiel der Macht, die Verfolgung eines gemeinsamen Ziels lassen uns so entschlossen handeln. Du bist doch noch ein Kind, ich gebe dir ein Ziel. Kinder fühlen sich sicher, wenn sie eine Anleitung erhalten, wenn sie wissen, wem sie vertrauen können. Denn eins ist Gewiss, ich bin immer bei dir.“

Nun gut, wer war Akari dieser Aussage zu widersprechen? Sie war eine Vollwaise die neuerdings einen Bruder hatte, doch woher sollte sie wissen, ob dieser nicht bald die Geduld mit ihr verlieren würde? Andererseits hatte sie schon einen guten Phantasiefreund sie brauchte nicht noch einen. Nein, dieses Lockmittel war leicht zu durchschauen, denn Akari wusste das sie so etwas wie Geschwisterliebe empfand und diese, so sagte man, war eines der stärksten Bände die es gab. Diese Ausgeburt ihrer Phantasie oder was der Ichibi hier darstellte, mochte ein wenig Erfahrung mit einsamen Menschen haben, doch sicher war er bisher nicht sehr oft in eine gefestigte Persönlichkeit versiegelt wurden. Dieses Gerede entsprach dem Versuch eines Mannes einem Baby einen Lutscher schmackhaft zu machen und Akari mochte diese Süßigkeit sicherlich nicht lieber als ihr eigenen Fleisch und Blut oder den Kazekagen, oder Verugakure. Dieser Verlockung konnte sie ziemlich leicht wiedersehen.

“Macht? Rache? Du redest als ob du der Psyche eines Irren hinterher weinst. Ich habe meinen Bruder wiedergefunden, der Kazegake hat es mir selbst erzählt und ich habe ihm geholfen dich loszuwerden. So sieht es aus. Du warst meinem lieben Bruder eine Last und ich habe ihn von dir befreit! Du wirst ihn nicht noch einmal belästigen und wenn ich nur einen falschen Gedanken gegen ihn hegen sollte, verspreche ich dir, ich ignoriere dich, bis ich eines natürlichen Todes sterbe. Denn der Herr über meine Phantasie bin ich und du bist ein Produkt, derselbigen, also verzeih dich!

Akari erschrak fast, als der Ichibi tatsächlich verschwand und um sie herum nahm die Wüste erneut Gestalt an. Ob ihr Bruder so etwas kannte oder war er nur um ihre Gesundheit besorgt?
Das Mädchen suchte seinen Blick, doch kaum hatte sie das Gesicht ihres Bruders entdeckt, blickte sie in leere Augen. Er schien fast auf etwas zu warten, ob er den Ichibi zurückhaben wollte? Womöglich empfand er die ganze Sache als einen Verlust, nicht dass sie ihm Schaden zugefügt hatte, sie wollte ihm doch nur helfen. Er sollte nicht verärgert oder verstört sein. Akari war so glücklich eine Familie zu haben, dass sie dafür alles geben würde, sie war diesen Schritt ihm Zuliebe gegangen. Der kurze Augenblick auf dem Markplatz hatte ihr gezeigt, dass sie ihm nahe sein wollte und mit diesem gemeinsamen Schicksaal, konnte sie ihm näher kommen. Sein Blick machte ihr jedoch auch deutlich, dass eine gemeinsame Zukunft vorsichtig vorbereitet werden musste, ob er ihre Liebe erwiderte, dessen konnte sie sich gar nicht sicher sein. Doch es war ein schöner Gedanke einen Bruder zu besitzen, der sie beschützen würde, vielleicht würde es eines Tages wahr werden. Bestimmt machte er sich nur um sie Sorgen, ja ein Bruder machte sich um seine kleine Schwester Sorgen und wenn dies nur ein glücklicher Wunsch war, er gehörte ihr allein. “Geht es dir gut? Wir sind gleich da.“
Beide waren so kurz nach der Neuversiegelung und der Extraktion nicht gerade Topfit, doch der Weg war nicht mehr weit. Vor ihnen lag bereits die Küstenstadt Sunanami.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Di Mai 10, 2011 8:31 am

Es war anders, er war anders… war er jetzt normal? Er war jetzt doch eigentlich wie die anderen. Er war ein ganz normaler Junge ohne irgendein Ding darin. In einem Moment in dem er sich ungestört fühlte, hatte er sogar unsicher nach seinem Siegel gesehen, aber nein es war weg… nicht mehr da. Es fühlte sich anders an… so komisch. Er war verwirrt, mehr als sonst, mehr als früher… andererseits fühlte er plötzlich viel weniger Wut. Hatte der Ichibi wirklich die meiste Wut in ihm geschürt? Andererseits, sicherlich würde jeder noch denken, dass er ein Jinchuriki war. Sein Herz war voller Narben, die man nicht mehr heilen konnte und ob die Menschen sich sofort ändern würden, anders über ihn denken würden?
Vor ihm ging ein junges Mädchen mit braunen langen Haaren und den Augen ihres… seines Vaters. Angeblich war es seine Schwester. Immer noch misstraute er dem, beäugte sie oft misstrauisch und außerdem war sie es, die nun den Bijuu in sich trug und er ihr Mentor so gesehen in Sachen Bijuu und Kazuyaki Clan. Einerseits natürlich eine Erleichterung irgendwo, ein Funke Hoffnung, das alles anders wurde, andererseits irgendwie hatte man ihm damit auch seiner macht beraubt, was ihm wiederum nicht wirklich gefiel.
Im Gegensatz zu seiner angeblichen Halbschwester, konnte er sich an vieles erinnern. Er wusste, was mit ihm geschehen war, den Hauptfakt zumindest. Von dem Akt selber hatte er kaum etwas mitgekriegt, wie denn auch er war bewusstlos gewesen. Dass er tot gewesen war, hatte noch niemand ihm berichtet. Aber Taiyo hatte durch diese Aktion auch wieder etwas gelernt – gelernt was es bedeuten zu schlafen. Er hatte bisher noch nicht einmal geschlafen. Und jetzt war er vor eineinhalb Tagen im Krankenhaus aufgewacht, über ihm das Mädchen. Die erste die er sah und die erzählte er habe geschlafen. Sie hatte im selben Zimmer gelegen und das einzige, an was er sich damals erinnern konnte, war die Tatsache mit dem Streit. Weshalb er davon ausging, das der die Ursache war warum er hier war. War jemand eingeschritten oder hatte er sie fast getötet oder so?
Seine Schwester schien sich ebenfalls nicht erinnern zu können. Seine Schwester… es warf Fragen auf und … und sie taten weh irgendwo. Warum hatte es nie jemand erzählt… vor allem sie war doch jünger… doch seine Mutter war doch tot? Und sein Vater war einfach fremdgegangen… etwas was er ihm nicht wirklich verzeihen konnte… diesen Betrug… und wenn es stimmte, das sie seine Schwester war, so würde sie ein Halbblut sein und automatisch zur Nebenblutlinie gehören, doch würden ihre Fähigkeiten mit etwas Training irgendwann an die seinen heran reichen, sicherlich. Aber irgendwie wirkte sie auch etwas schwächlich, nicht wirklich für den Kampf geeignet, das musste man ändern und zwar sehr schnell.
Egal ob es jetzt seine Schwester war oder nicht, so gesehen war es seine Schülerin die er unterrichten musste. Gut so sollte es sein, er würde es tun, wie er es tun würde. Sie sollte nur darauf achten, dass sie nichts falsches Tat oder sagte, immer hin war er immer noch sehr empfindlich, vor allem wo er doch so durcheinander war. Denn noch eine andere Frage, war’s es die ihn sehr wurmte. Die Methode hatte es auch früher gegeben, warum… warum hatte sein Vater ihm damit nie geholfen?!!

Der Sand dämpfte die Schritte und der Wüstenwind würde schon bald alle Spuren verwischt haben. Bald würden sie in der Hafenstadt ankommen, die man zum trainieren vorgeschlagen hatte. Den Weg kannte er, weshalb er auch die kleine Gruppe leitete, seine kleine Schwester wusste nicht Bescheid. Wenn er sie nicht ein paar ermahnt hätte oder sonst etwas, wäre sie sicherlich sonst wo gelandet. Warum war er eigentlich so nett? Und ließ sie nicht einfach irgendwo in der Wüste versauen? Einerseits gab es den Grund des Vernüftigen Taiyos der irgendwo den Fakt akzeptiert hatte, sie als Familie zu sehen und für die würde er sich schon irgendwo ordentlich(?) benehmen, andererseits beschlich ihn die Vorahnung nicht mehr wirklich wichtig zu sein, jetzt wo er nichts mehr Besonderes war, was heißen sollte, man könnte ihn einfach ersetzen, töten, was auch immer.
Orientieren tat er sich an Sterne, Mond und Sonne. Das nötige Wissen hatte er dazu ja. Nachts rasteten sie und Taiyo half ihr wach zu bleiben. Anstrengend war es schon irgendwo für sie, wie er es merkte. Müde wirkte sie. Etwas woran sie sich gewöhnen musste – Schlafmangel. Normalerweise hätte er jetzt eine Pause für Akari eingelegt, sie schien müde und umkippen müsste sie ja nicht, aber da es nur noch ein paar Meter waren, gingen sie weiter. Am Horizont zeichnete sich bereits ein kleiner grüner Gürtel ab, der sich sehr abhob vom eintönigen Sand um sie herum. In der Tat hatten sie vor langer Zeit das letzte Mal eine Oase gesehen, bzw. etwas Grünes so war es schon etwas Besonderes in eine Küstenstadt zu gelangen wo es so viel Grün gab. Es war nicht mehr weit, vielleicht noch eine halbe Stunde zu Fuß. Es hatte so oder so länger gedauert, durch die vielen Pausen. Taiyo würde es nie wirklich zugeben und auch durch seine Maske nichts durchlassen, aber auch ihm ging es schlecht. Er war noch blasser als sonst und seine Augen strahlten nur matt, selbst die Lust zum Training fehlte ihm fast. Er fühlte sich krank, doch würde er es zugeben so würde er Schwäche zugeben, das war keines Wegs drin. So schob er die vielen Pausen auf Akari und ihre Krankheit.
Und wenn jemand fragte oder man etwas wissen wollte, so hatten sie sich still schweigend darüber geeinigt, wer das „reden“ übernahm. Es waren oft eher Taten als Worte. Denn wirklich gesprächig war er die ganze Reise über bisher nicht gewesen, er antwortete stets knapp, kalt, irgendwie auch erschöpft und oft mit Gegenfragen.

Gerade wo er sein Tempo etwas beschleunigen wollte, um schnell den Rest des Weges zurück zu legen, bemerkte er sich, wie das Mädchen sich setzen musste. Innerlich seufzte er… ausgerechnet jetzt, hätte sie nicht durchhalten können? Sie schien kaputt, als würde sie ihm jeden Moment zusammenbrechen. Er schloss die paar Schritte zu ihr auf um vor ihr stehen zu bleiben. Irgendwie hatte er bei ihr sogar das Gefühl als würde sie noch eine sehr anhängliche, nervige, anstrengende, Zeitaufreibende Schwester werden, die sich über ihn freute wie über einen Kullerkeks. Er verzog das Gesicht etwas, nicht unbedingt toll, aber er hatte sich schon gewöhnt. Ihre Bauchschmerzen, wie sie ihm gesagt hatte, wurden immer schlimmer. Bei den letzten heute hatte sie sich oft übergeben, so wie eben jetzt. Nicht unbedingt toll. Vor allem weil es zweifelhaft war ob sie die Stadt jetzt noch erreichen konnte.
Im nächsten Moment war sie auch schon ganz zusammen gesackt. Natürlich war ja klar gewesen. Jetzt war sie auch noch bewusstlos. Leicht genervt, aber ohne das Gesicht zu verziehen, kniete er sich neben ihr nieder. Zum Glück hatte sie sich nicht in ihr Erbrochenes gelegt. Vorsichtig stupste er sie an. Nein wahrlich sie war anscheinend bewusstlos, was sich bestätigte, als er nach ihr rief und keine Antwort kam.
Leise seufzte er, wartete erst einen Moment, eher er seine Flasche hervor zog. Es befand sich nur noch ein bisschen Wasser darin, der wohl dafür drauf ging, Akari zum aufwachen zu bringen. Jedenfalls hatte er gehört, dass man Menschen mit kaltem Wasser aufwecken konnte. Also kalte Dusche, außerdem dann war sie endlich mal sauber. Was nicht heißen sollte, das Taiyo ihr unterstellte sie wusch sich nicht.
Kaltes Wasser spritze auf ihr Gesicht und im nächsten Moment wachte Akari sogar wirklich auf. Erschreckt wie sie war – wer konnte wissen was passiert war – suchte sie anscheinend etwas. Beruhigt sah sie aus, als sie in seine ausdruckslosen Augen schauen konnte. Wie sie sehen konnte, dass er anteilnahmslos schon fast neben ihr saß und sie betrachtete. Worte brachte er nicht hervor, nun zu mindest so lange nicht, wie sie schwieg, weshalb er nur mit einer doch eher noch kalten, schroffen, aber doch schon viel freundlicheren Stimme als sonst sprach. „ Du solltest dich um dich selbst kümmern“ Nun zu mindest antwortete er auf den ersten Teil irgendwie… denn der zweite war ihm so oder so klar, er war ja hier der Wegweiser so gesehen.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Fr Mai 13, 2011 11:07 pm

Mizuki ging die Sache offenbar wesentlich rationeller an, während Akane nach dem ersten "Gefecht" schon der Überzeugung war, dass die Niveau-Latte der potenziellen feinde bereits fest lag: Und zwar auf Hüfthöhe.
Du bist beunruhigt wegen dem, was der Kerl in der Kabine sagte, was? Die junge Frau hatte von dem Verhör selbst nichts mitbekommen, jedoch durch Mizukis bericht eine Vorstellung davon erhalten. Gib da nicht zuviel drauf; du weißt doch, Informationen unter Folter sind meist viel schöner verpackt, als sie wirklich nütze sind. Sie grinste leicht. Und so wie du es schilderst, muss er richtig Angst gehabt haben. Akane war der felsenfesten Überzeugung, es würde nicht härter werden.

Von den Docks aus wurden sie bereits beobachtet. Zwei Männer in zivil verglichen das Aussehen beider Kunoichi mit einem Handy-Bild, wobei der Eine über die Schulter des Anderen blickte.
Eindeutig. Das sind sie.
Wirken harmlos, was?
Frauen wirken meistens harmlos...
Hast Erfahrung mit, was?
Mehr als genug. Der Mann steckte sein Handy weg. Verfolgen wir sie erstmal nur. Außerhalb der Stadt gehen wir es richtig an.

Inzwischen spazierten die beiden Kiri-Nin durch die Straßen der Stadt. Akane hatte, wie es sich für Touristen gehörte, sogleich einen Stadtplan geangelt und studierte ihn akribisch. Hm machte sie. Die Transportmöglichkeiten sind ja mal wieder sehr zahlreich hier... Offenbar gibt es hier keine Wüstenschiffwerften. Und ehe wir auf kamele angewiesen sind, aufen wir lieber, nicht?
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Mi Mai 18, 2011 8:46 pm

Meine Worte klangen natürlich ein klein wenig besorgt so wie Akane es auch sah doch wer wäre das nicht? Eine Mission bei der man selbst auf der Jagd war, war ein weit angenehmeres Gefühl. Eine Mission bei der man auf einen Menschen aufpassen musste, so konnte man diesem noch anweisungen geben wie er sich schützen solle, doch wir hatten lediglich eine Tasche. Eine unaufmerksamkeit und sie war womöglich auch schon weg. Ich blickte nur weiterhin ruhig zu Akane. Beunruhigt...nicht ganz, eher vorsichtig. sprach ich weiter aus während ich mit meinem Blick das Gebiet vor uns Ausspähte. Seine Angst schien real zu sein und ich denke nicht das er in dieser Situation lügen würde. kam es weiter aus meinem Mund während ich den Mann, den Dieb vor mir wieder sah. Nein er hätte nicht gelogen und wenn er es getan hätte wäre niemand in der Lage gewesen dies zu erkennen. Kurz seufzte ich bevor ich einmal tief Luft holte und gleich wieder ausatmete. Aber vielleicht hast du recht, ich mache mir deshalb zu viele Gedanken, so schnell wird sich niemand trauen uns gegenüber zu treten. Ich hab wohl einfach zu wenig geschlafen sprach ich zu Ende mit einem kleinen lächeln auf den Lippen während ich innerlich natürlich noch immer Aufmerksam war. Wenn es zu einem Überfall käme, dann womöglich hier in der Hafenstadt. Ich mochte es nicht wenn Zivilisten mit in einen Kampf gezogen wurden und wenn diese Feinde wirklich alles über uns wussten dann wohl auch das. Wenn wir also die Hafenstadt hinter uns lassen konnten sah alles schon viel besser au, bis zur nächsten Stadt, oder dem nächsten Dorf. Während wir uns unterhielten bemerkte ich nicht im geringsten das wieder zwei Personen auf unseren Fersen waren. Nicht mal Kiara bemerkte es die mich sonst gerne mal darauf aufmerksam machte. Sie schien wohl ebenfalls etwas müde und unkonzentriert. Plötzlich überkam es mich und ein zuvor unterdrücktes Gähnen brach heraus, das wie gewöhnlich auch einige Tränen mit sich brachte. Natürlich drehte ich mich reflexartig von Akane weg und hielt meine Hand vor den Mund, aber dennoch sah es nicht wirklich professionell aus. Wenig schlaf kann anstrengender sein als man sich das oft denkt versuchte ich ein wenig beschämt das ganze aufzulockern. Eine Nacht wach bleiben war für ein Ninja des Dorfes doch nichts. Nur war mir der Schlaf eben sehr wichtig. Auf unserem Weg bekam ich deswegen auch gar nicht so recht mit das Akane plötzlich über einen Stadtplan verfügte. Ich sollte wirklich aufmerksamer sein für den Rest unserer Strecke. Kamele? Ich schätze dann bleibt uns nichts anderes übrig als zu laufen. Wir sollten uns allerdings vor Sandstürmen in acht nehmen. Ich habe zwar nie einen erlebt, geschweige den weiß ich wie einer aussieht aber sie sollen gefährlich sein. Die Naturgewalt hatte schon immer die eigenen Regeln, notfalls würde ich halt ein Loch in diesen Sturm tun damit wir hindurch schreiten konnten. Das ich vom Thema der Kamele abwendete war logisch, auch diese hatte ich nie in Real gesehen. Für mich war hier alles irgendwie ganz neu. Langsam aber sicher näherten wir uns so auch den Ausgang der Stadt.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Fr Mai 20, 2011 10:45 am

Trotz der schroffen Worte die ihr großer Bruder an sie richtete, vernahm das Mädchen auch die Besorgnis, sowie den sachten Hauch der Freundlichkeit, welche in dem kurzen Statement mitschwang. Natürlich war ihre Frage nicht beantwortet wurden, offenbar hatte sich schon länger niemand mehr Sorgen um den eigenwilligen Jungen gemacht. Umgedreht war dieser jedoch sehr wohl in der Lage, sein Mitgefühl anderen Menschen gegenüber auszudrücken, oder zumindest seiner Halbschwester gegenüber. Diese Tatsache genügte damit Akari sich ihre Frage selbst beantworten konnte, es schien ihm gut zu gehen. Ihr schien dies recht erstaunlich, war Taiyo doch von den Toten wieder auferstanden, klar er war nur ein paar Sekunden tot gewesen, dennoch schien er die ganze Prozedur erstaunlich gut überstanden zu haben. Im Gegensatz zu Akari welche wehleidig nach Trost suchte und sich selbst eine Krankheit einredete. Doch der Grund ihrer schlechten Verfassung war nicht einfach mit einer Hühnersuppe und genügend Schlaf zu beseitigen. Gerade der Schlaf konnte ihr noch gefährlich werden, zumindest glaubte sie dies, musste es doch einen Grund geben, dass sie die vergangenen Nächte auf geblieben waren. In den Nächten hatte sie sich wirklich zusammenreißen müssen, einerseits wollte sie mutig sein und seine Anweisungen befolgen, andererseits verstand sie nicht, wieso sie diese wichtige Regenerationsphase auslassen musste, erholte sich der Körper nicht im Schlaf? “Ist ja gut, ich wollte nur höflich sein. Wieso steckst du das Ganze so gut weg? Du bist im Verlaufe der Prozedur gestorben und alles was du danach benötigst ist eine Mütze Schlaf.“ Brachte sie patzig hervor. Sie würde sich schon um sich kümmern, war ihr bisher immer gelungen. Gegen Ende ihrer Gegenrede, bemerkte sie jedoch, wie trocken sich ihr Mund anfühlte und einen üblen Nachgeschmack gab es auch. Etwas verwirrt blinzelte sie, da sie nun auch bemerkte wie Taiyo die geöffnete Wasserflasche in der Hand hielt. Unbewusst leckte sie sich mit der Zunge über Lippen und Mundwinkel um ein paar Tropfen des kostbaren Wassers nach drinnen zu befördern. Was war passiert? Sie wusste nichts davon, ob er ihr etwas zu trinken angeboten hatte oder wieso er plötzlich bei ihr war. Womöglich hatte sie eben einen Blackout gehabt, wobei dies eine prima Erklärung für ihre hämmernden Kopfschmerzen darstellte, welche gerade auf sie eindroschen. Genau da war doch etwas mit dem Ichibi gewesen? Doch ihr Gehirn klassifizierte diese Information als extrem unwichtig, sie sollte sich um sich kümmern? Dann brauchte sie Wasser, allein um den üblen Beigeschmack loszuwerden.
Das Mädchen setzte sich vollends auf und blickte in Richtung der Küstenstadt, oder vielmehr hin zu ein paar Gebäuden und sehr viel Grün. Besonders die Pflanzen stachen ihr ins Auge, denn sie bedeuteten Leben spendendes Nass.

Kaum schwankend stand Akari plötzlich auf und bewegte sich erstaunlich Schnell ihrem Ziel entgegen. In einer Stadt musste es irgendwo einen Brunnen geben. Nur ungenau bemerkte sie die zwei fremdländisch gewandeten Frauen auf ihrem Weg und lief weiter. Ein Brunnen war in Sichtweite und das Mädchen kurz darauf bei dem Objekt. Sie ergriff die Kurbel und kurbelte drauf los, war dabei jedoch so begierig, dass sie neben dem Steinbrunnen kaum etwas für voll nahm. Kaum war der Eimer nach oben gelangt, nahm sie sich eine der Schöpfkellen, welche sich am Brunnen befanden und begann zu trinken. Diesen herrlichen Moment zu beschreiben, war kaum möglich, er war einfach vollkommen. Sie konnte trinken soviel sie wollte, ohne Gedanken daran, wie lange das Wasser wohl ausreichen musste. Einen Moment später war sie äußerst zufrieden und blickte in Richtung ihrer Herkunft zurück. Ihr Bruder würde ihr sicherlich folgen, gut dass sie die Hälfte für ihn übrig gelassen hatte, doch vermutlich würde ihn dies gar nicht interessieren. Nun dann musste sie sich auch nicht weiter für ihn begeistern.
Viel interessanter waren nun die Fremden, welche eindeutig den Weg zur Wüste hin einzuschlagen gedachten, ob sie nach Veru wollten? Nun aus dieser Richtung war sie doch eben erst gekommen, womöglich konnte sie sich als Fremdenführerin anbieten? Dies versprach doch eine bessere Beschäftigung zu sein, als mit Taiyo trainieren zu gehen, zumal er bestimmt kein geduldiger Lehrer war, resümierte sie seine Reaktionen auf ihre Fragen. Außerdem versprachen Gäste Geld und sie würde ihren Unterhalt sicherlich weiterhin selbst tragen müssen. Womöglich könnte sie die beiden Frauen in ihrer Stammkneipe abliefern und erhielt vom Wirt einen Bonus. Dieser verlockenden Überlegung folgend, ging sie zu den Ausländern zurück und, wie sollte es auch anders sein, sprach sie an. “Verzeihung? Möchten Sie die Wüste durchqueren? Dann empfehle ich aber einen Einheimischen. Wegbeschreibungen allein reduzieren das Risiko sich zu verirren nur geringfügig.“ Ihre kleine Ansprache hatte sie so sicher wie möglich gehalten, immerhin standen vor ihr sozusagen ihre Kunden, wie passend, dass sie sich den Frauen praktisch in den Weg gestellt hatte. Fremdenführerin würde womöglich einen guten Nebenverdienst darstellen, sie würde ihren Einstiegstext jedoch anpassen müssen. Anderseits war sie natürlich ein Kind um von Erwachsenen wahrgenommen zu werden, bedurfte es ihrerseits einigen Wagemutes. Woher die Frauen wohl stammten? Diese Frage, konnte sie ja auf der Reise klären, sollte sie angeheuert werden. Denn ihre Kunden sahen nicht gerade danach aus, als ob sie unvorbereitet in die Wüste spazieren wollten. Womöglich war sie ja zu spät gekommen, aber es wäre genauso gut möglich, dass sie genau deswegen hier waren. Taiyo konnte den Befehl haben diese zwei Frauen durch die Wüste zu eskortieren, dieser Gedanke erschien ihr plötzlich sehr logisch. Wieso sollten sie denn auch in eine Küstenstadt reisen nur um zu trainieren? Der einzige Nachteil bei diesem Szenario wäre, dass ihr Bruder mal wieder verärgert über ihr Verhalten wäre. Denn nicht er hatte als Leiter der Mission die Besucher angesprochen, sondern die kleine Anfängerin, die sich noch dazu aufspielte eine Fremdenführerin zu sein.
Änderungen konnten nun nicht mehr vorgenommen werden, hätte er sie eben darüber informieren müssen. Ihr persönlich wäre sowieso ein gutes Geschäft die liebste Alternative. Beim nächsten Mal würde sie sich zunächst mit ihrem Namen vorstellen, dass wirkte höflicher. Genügend Wasserflaschen für die Reise, konnte sie bei Bedarf in den Geschäften der Küstenstadt erwerben.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Mi Mai 25, 2011 5:10 am

Es war wunderte ihn sogar selbst etwas, wie „freundlich“ er doch mit ihr sprechen konnte. Noch vor ungefähr drei Tagen war er ihr an die Gurgel gesprungen. Ja gut, da hatte er auch noch nicht gewusst wer sie war. Änderte es denn etwas? Nein nicht wirklich. Er begegnete ihr genau so misstrauisch und vorsichtig wie den anderen, was wohl nur an seiner abweisenden Art bemerkte und vielleicht an der Mauer, eine unsichtbare, undurchdringliche, Kälte ausstrahlende Mauer, die ihn anscheinend umgab. Wahrscheinlich war auch sie ein Grund warum er furchteinflößend wirkte. Er schien keine Emotionen zeigen zu können und betrachtete alles mit seinen kalten, ausdruckslosen Augen. Doch sie waren auch geprägt von der Einsamkeit. Und vielleicht war es diese Einsamkeit und die vergangenen Ereignisse, die dafür sorgten, dass etwas Gefühl durch einen Riss der Mauer zu Akari durchdringen konnte. Taiyo war überrascht, das er so etwas wie Besorgnis fühlen konnte – für einen anderen. Es fühlte sich seltsam, komisch und fremd an. Sie waren jetzt wohl das, was die Menschen als eine Familie bezeichneten und irgendwie hatte er sich letzte Nacht sogar dabei ertappt, wie er sich Gedanken darüber machte, wie es wäre mit ihr befreundet zu sein. Freund, ein Wort, dessen er Bedeutung er nicht kannte. Vielen schien es etwas zu bedeuten, aber für ihn war es nur eins der vielen Worte. Er hatte keine Freunde und er war gestern wieder in seinem Inneren darauf gestoßen, dass er sich diese immer noch wie früher irgendwo wünschte. Natürlich wurde der Gedanke verbannt. Das würde nie was werden. Sein Vater hatte einmal gesagt, als er noch klein war, er solle auf die Kinder zugehen und sie für sich gewinnen oder so. Auf sie zu gehen. Ja die Vergangenheit hatte gezeigt, es hatte nie funktioniert. Warum hast du aufgegeben? Die Worte des neuen Kazekage schossen ihm durch den Kopf. Kaum merklich verzog er das Gesicht und versuchte diese Frage zu verdrängen. Es war einfach etwas, … er wusste es selbst nicht.
Er war froh, das Akari seine Aufmerksamkeit auf sich zog als sie anfing ihm zu antworten. Mit was für einer patzigen Stimme zu ihm sprach. Sie war auch nicht anders, jedenfalls dachte er das im Moment, sie brachte ihm auch nur … ohne das richtige, negative Wort zu finden, was es beschrieb, erinnerte er sich jedoch wieder an die Szene in Veru auf dem Markt, wo sie anders gewesen war, sehr anders so sogar. Er vergrub seine Hände kurz im Sand. Nein er durfte sie nicht umbringen, er konnte von Glück reden, das der Kazekage ihm nur den ichibi weggenommen hatte. Er war nicht dumm…
Ich sagte wir dürfen nicht schlafen, du kannst dich heute Nacht ausruhen, aber jetzt müssen wir in die Stadt. Die Wasserflaschen sind leer und du wirst heute noch viel Wasser brauchen, denke ich. Außerdem brauchen wir für dich Medizin…“ sagte er überlegt und stand auf. Als Taiyo jedoch merkte, dass es so klingen würde, als sei er besorgt um sie und würde vielleicht Angst haben um sie, gar sich um sie kümmern wollen oder dergleichen, schaute er wieder mit diesen leeren Augen zu ihr, öffnete seinen Mund um seinen Worten noch etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. „ Ich kann mir nicht leisten, dass du tot zusammen brichst.“ Wohl mit einem Ton – was beabsichtig war – der so klang, es würde er wissen, dass es für ihn nicht gut ausgehen würde, wenn sie tot war.
Hatte er die Prozedur wirklich gut überstanden? Nun ja, er war Schlafmangel gewöhnt und er gewöhnte auch Akari daran, sie hatte jetzt schon zwei Nächte nicht mehr geschlafen und viele würden dazu kommen. Er hatte gemerkt, wie widerspenstig sie seinen Anweisungen gefolgt war und das sie lieber in ihrer Verfassung geschlafen hätte. Aber dann hätten sie das Problem, das der Ichibi ausbrechen könnte. Auch wenn sie seine Tabletten nahm, was ihr half, sie brauchte noch andere Medizin. Sie hatte die Prozedur nicht gut überstanden, was daran lag, dass sie kein Baby war, was sich auf seinen „Parasit“ einlassen konnte. Ihr Körper war halb ausgereift und jetzt das. Aber gut, das Biologieexperte war er nun auch nicht. Er wusste zwar einiges, aber ein Medic war nicht. Von den Toten war er aufgestanden, ja und es war ihm sogar so als wäre er kurz seiner Mutter begegnet, doch erinnern konnte er sich daran nicht mehr… was ihn irgendwo traurig stimmte. Doch auch er hatte mit Übelkeit und Kopfschmerzen zu kämpfen. Doch ließ er nicht zu, dass sie ihn übernahmen, er verdrängte sie und so oder so würde er nie zugeben, das es ihm schlecht gehen würde. Schwächen zeige… nein, kam nicht in Frage, das würde einen angreifbar machen.
Stumm beobachtete Taiyo sie, wie sie sich das Wasser von den Lippen leckte und wie verwirrt sie aussah. Wusste sie dann nicht, was passiert war? Möglich, man hatte ihm ja gesagt, sie könne verwirrt sein. Kurz danach hatte sie sich schon aufgesetzt und nach ein paar Minuten konnte Taiyo sie endlich dazu bewegen weiter zu gehen. Na ja viel mehr setzte er sich in Bewegung und half mit seinem Sand nach, dass sie aufstand und weiterging. Und wie schnell sie ihrem Ziel entgegen lief, war sie so durstig?

In der Stadt beobachtete er wie sie den Brunnen aufsuchte. Jetzt wo sie beschäftigt war, könnte er die nötigen Sachen in dem Geschäft neben ihm kaufen und dann die Wasserflaschen auffüllen. Er ignorierte die Blicke der Leute und der alten Frau die ihm die Sachen verkaufte. Natürlich, auch ihr kannte man ihn, doch er war viel zu sehr schon daran gewöhnt. Und gleich nachdem er bezahlte und die Tüte in der Hand hielt, ging er wieder auf die Straße. Suchend schweifte sein Blick über die Straßen und die Leute, doch anscheinend war sie vom Brunnen verschwunden und nirgendwo zu sehen, weswegen er zunächst die Wasserflaschen auffüllte. Er nahm einen Schluck aus seiner Wasserflasche und sein Blick traf auf das Mädchen, was er suchte. Na toll, jetzt sprach sie auch noch mit Fremden. Er kniff die Augen zusammen und erkannte ihre Strinbänder. Kirinins? Was machte sie hier. Anscheinend hatte Akari sie gerade angequatscht, doch die Worte konnte er nicht verstehen. Zu dumm auch. Langsam schritt er zu ihnen hinüber. Akari hatte sich in den weg gestellt. Was wollte sie da? Leicht angenervt beschleunigte er seine Schritte. Wollte sie sich als Fremdenführerin versuchen oder so? Würde sie so oder so nicht schaffen. Doch da er für sie verantwortlich war, musste er verhindern, dass irgendwas übles passierte. „ Akari! Komm endlich!“ rief er mit einer strengen, autären Stimme. Er blieb einige Meter neben ihr stehen. „ Entschuldigen sie das Mädchen. Ich hoffe sie hat sie nicht belästigt.“ Sagte er mit einer zwar kalten, aber doch eher freundlicheren Stimme. Nicht das er sie in Schutz nahm, aber er war ja für sie verantwortlich – leider.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Mi Mai 25, 2011 8:53 am

Akane bedachte Mizukis taktvolles Wegdrehen vor dem Gähnen mit einem Grinsen. Was für eine gute Kinderstube du hast sprach sie gut gelaunt, Nächste Nacht wache ich durch, nur so als Ausgleich für deine Aufopferung, ja? Steck ich auch mal weg.
Auf jeden Fall würde sie das wegstecken. Allerdings, ihr sonniges Gemüt auch?
In Sachen weiteres Vorankommen waren sie jedenfalls derselben Meinung. Mizuki hatte auch keine Lust auf Kamele. Sie bekundete allerdings, dass sie auch keine Lust auf Sandstürme hatte.
Sandstürme, schön näselte Akane mit triefender Ironie. Noch nie einen gesehn? Traum. Wünschte, ich hätte auch nie einen gesehn. Gibt nämlich nicht viel zu sehn, das sag ich dir! Eine steile Denkfalte bildete sich über der Nasenwurzel der jungen Frau. Genau genommen, kann man Sandstürme dann doch gar nicht sehen, oder...? Man sollte ja besser die Augen schließen, wenn man einen sieht - ich meine, in einem drinsteckt! Gute Frage, das. Da Akane eine fast schon klischeemäßige Blondine war, würde sie diese Frage eine Weile lang im Stillen beschäftigen. Vor Mizuki allerdings tat sie so, als stelle sie die Frage nur aus Scherz.
Ach, egal. Ist jedenfalls mies, wenn man rein gerät. Sand. Überall Sand. Sie erschauerte leicht, als habe sie eine schlechte Erinnerung, dann legte sie ihre Hand auf ihre Hüfte und zupfte an dem, was sie als ihre Hose bezeichnete, herum. Wirklich überall... brrr. Du solltest gar nicht meinen, wie das kra-...
Glücklicherweise kam in diesem Moment ein Mädchen des Weges.
“Verzeihung? Möchten Sie die Wüste durchqueren? Dann empfehle ich aber einen Einheimischen. Wegbeschreibungen allein reduzieren das Risiko sich zu verirren nur geringfügig.“
Akane hielt überrascht inne. Hm? Sie fasste den Plan mit spitzen Fingern, als wäre er durch die Worte Akaris zu etwas ausgesprochen Ekligem geworden. Wegbeschreibungen wie diese?
Sie musterte das Kind, das sich offenbar recht frei und ohne Angst vor zwielichtigen Gestalten in der Stadt herumtrieb. Es legte in äußerst geschäftsmäßig gewählten Worten nahe, die Durchquerung der Wüste besser nicht bloß mit einem Stück Papier zu wagen, sondern einen Einheimischen um Hilfe zu bitten.
Akane lächelte entspannt. Eine Sekunde lang hielt sie die Sache für einen Hinterhalt, doch ihr Argwohn war nicht besonders groß.

An einer Häuserecke setzte einer der beiden Verfolger gerade "Henge" ein - und verwandelte sich in ein kleines Mädchen. Der Kumpan fragte:
Hast du deinen Text?
Klar erwiderte "die Kleine". Ich tue so, als wolle ich sie durch die Wüste führen, und dann, während sie noch überlegen, greif ich mir die Tasche und renne.
Ja, das klingt zwar höchst unelegant, aber auf einen Versuch kann man es ankommen lassen. Der angeheuerte Taschendieb wedelte mit der Hand in Richtung Straße, die zum Brunnen führte. Na, dann los.
Der Mann im Henge eines kleinen Mädchens ging voller Tatendrang die Sache an, und während er noch durch die Gasse ging, übte er murmelnd seinen Text: Verzeihung? Möchten Sie die Wüste durchqueren? Dann empfehle ich aber einen Einheimischen. Wegbeschreibungen allein reduzieren das Risiko sich zu verirren nur geringfügig. Verzeihung? Möchten Sie die Wüste durchqueren? Dann empfehle ich aber einen Einheimischen. Wegbeschreibungen allein reduzieren das Risiko sich zu verirren nur geringfügig. Verzeihung? Möchten Sie die Wüste durchqueren? Dann empfehle ich aber einen Einheimischen. Wegbeschreibungen allein reduzieren das Risiko sich zu verirren nur geringfügig. Verzeih-... Er hatte die Straßenecke erreicht. Schielte um die Ecke. Sah die drei Kunoichi und einen äußerst schlecht gelaunten jungen Mann dazu kommen, und zog sich rasch wieder zurück. Verdammt! Zu langsam gewesen!

Entschuldigen sie das Mädchen. Ich hoffe sie hat sie nicht belästigt. Die Art des Jungen war gänzlich anders als die des Mädchens. Weniger diensteifrig, eher genervt, wie ein großer Bruder, der auf seine Schwester aufzupassen hatte, die ständige Gefahr des Aus-den-Augen-verlierens im Hinterkopf.
Akane wandte sich dem jungen Mann zu. Oh, sie hat nichts getan, was uns belästigen könnte. Sie sah kurz zu Mizuki. Oder fühlst du dich belästigt? Ich nicht.
Wichtigere Frage wäre wohl eher, was Mizuki von dem Vorschlag des Mädchens hielt.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Mi Mai 25, 2011 9:45 pm

Nun, das mein Wegdrehen nicht wirklich perfekt aussah und eigentlich kaum etwas bewirkte war mir nachträglich irgendwie auch klar geworden. Aber wenigstens zeigte es in geringem Maße das ich eine vergleichbar gute Erziehung genossen hatte, wenn man mal von den ganzen Kochstunden und dem Wäsche waschen absieht. Naja, wenn die Eltern wollen das man Hausfrau wird ist es nun mal schwer dagegen anzukommen. Es hätte sicherlich besseres gegeben, das ich lernen konnte aber so war es jetzt einfach. Ich nickte nur ein wenig. Nur in manchen bereichen meinte ich irgendwie ein wenig über gut gelaunt. Keine Ahnung wieso gerade in dieser Situation so ein Anflug von Freude mich erreichte aber es war schwer dagegen anzukommen, weswegen sich kurz nach meiner Aussage ein kleines Grinsen auf meine Lippen verlief. Besonders verstärkt wurde es durch die anschließende Aussage von Akane. Sie wollte wache halten? Na irgendwie bezweifel ich das... kam es sehr leise von mir, kaum hörbar. Wenn man sie einmal so erlebt hat wie es in der nacht der Fall war glaubte man nicht mehr daran das sie auch nur einen Tag durchmachen konnte. Sie war in deren Beziehung ja noch um einiges schlimmer als ich. Gut zu wissen, dann kann ich mich ja etwas ausruhen heute Nacht sprach ich dennoch höflicherweise aus, auch wenn meine Gedanken anders waren. Wohl wieder das Thema der guten Erziehung. Schon kurz darauf kamen wir auf das Thema der Sandstürme. Allem anschein nach war Akane doch erfahrener als ich es anfangs dachte. Ich hatte eher angenommen das sie etwas neu war in ihrem Rang, auch wenn ich ihn nicht kannte so schätzte ich doch ein das sie eine Jounin unseres Dorfes war. Trotz allem schien sie jedoch schon etwas weiter gekommen zu sein als ich, jedenfalls was die Reisen angeht. Meine Aufträge fanden meist in Kirigakure selbst statt. Einmal jedoch zog es mich auch nach Konoha, Akanes Heimat...naja gut, nicht nach Konoha aber wenigstens in die Nähe. Aber schon dort war es so ungewohnt schön. Kein Regen, kein Nebel, ein komisches Gefühl.

Doch egal, meine früheren Missionen interessierten nicht als Akane auch weiter sprach. Schien sie einen Scherz zu machen? Sie war irgendwie schon merkwürdig. Abgesehen von letzter Nacht hatte ich sie nie sonderlich ernst gesehen. Vielleicht war es aber auch nur mein Gedächnis, ohne Schlaf war ich meist nicht mal ich selbst. Ihre Worte klangen dann jedoch einleuchtend. Ein Sandsturm war ja eigentlich nicht mehr als aufgewirbelter Sand, in extremem Maße. Ihre anschließende Schilderung war dann jedoch vielleicht etwas unangenehm und unpassend. Das sie auch einfach so über alles mögliche reden konnte. Es verwunderte mich wirklich immer wieder und so zog ich auch in diesem Gespräch wieder Reflexartig eine Augenbraue hoch. Erst als eine weitere Stimme, jene von Akane verstummen ließ richtete ich meinen Blick auf das junge Mädchen vor uns. Ich blieb still den natürlich kam es mir ein wenig merkwürdig vor. Anstatt mich auf das Mädchen zu konzentrieren überließ ich diese Aufgabe Akane, welche sowieso wie immer sofort das Wort ergriff. Mein Blick hingegen erfasste das Gebiet in der weiteren Umgebung. Während ich dies tat bemerkte ich auch schon bald einen jungen Mann der direkt in unsere Richtung lief. Natürlich war e nur natürlich von mir das meine Hand den Griff des Katanas an meiner Taille umschloss. Ich war nicht dumm, so kannte ich Situationen in dennen man gerne einen Hinterhalt legte. Erstmal die Aufmerksamkeit nehmen um dann schnell zuzuschlagen. Als der Junge auch schon an unserer Stelle ankam zögerte ich immerhin hatte ich noch keinen Beweis dafür und so schnell würde ich mich auch nicht überrumpeln lassen.

Erst jetzt dachte auch ich über die Worte des Mädchens nach. Eine Führerin durch die Wüste, nun daran hatte ich spontan auch nicht gedacht. Vermutlich hätte ich mich einfach ein wenig auf mein Glück verlassen, oder angenommen das Akane den Weg wusste. Was ich natürlich nie zugegeben hätte. Der Junge gesellte sich dazu und noch bevor das junge Mädchen antworten konnte entschuldigte er sich schon für ihr Verhalten. Gleichzeitig verriet er uns auch ihren Namen. Akari hieß sie also. Die beiden kannten sich, das stand fest, doch in welcher Beziehung sie wohl zu einander standen. Geschwister war wohl das einfachste was einem einfallen konnte, aber es gab so viele Möglichkeiten über die ich mir eigentlich keinerlei Gedanken machen wollte. Noch immer umfasste meine Hand das Katana während mein Blick stechender wurde. Von oben herab, wenn man es so sagen wollte, blickte ich auf die beiden. Es ist schon mutig, sich zwei fremden Menschen in den Weg zu stellen. sprach ich mit ernster Miene als wollte ich noch etwas hinzufügen. Doch in jenem Moment änderte sich alles etwas. Ich seufzte kurz und ließ meine Knie ein klein wenig einsacken. Ich bin zu müde um ernst zu sein... meinte ich entnervt als ich mit meiner freien Hand den Hinterkopf rieb. Mich hat ebenfalls niemand belästigt. meinte ich als kurze Antwort daraufhin nur während ich wieder meinen normalen Stand einnahm. Allerdings tippste mich Kirara in diesem Moment an meinem Bein an. Schnell verstand ich auch wieso, immerhin war es nicht wirklich vertrauenswürdig wenn ich dauerhaft meine Waffe festhielt. Meine Hand öffnete sich und zuckte zugleich schnell zurück. Mit einem einfachen freundlichen lächeln versuchte ich davon kurz abzulenken. Mein Blick richtete sich nun allerdings wieder gezielt auf diese Akari. Nun...wie denkst du darüber? sprach ich Akane nun kurz an um ihre Meinung einzuholen. Den Namen lies ich dabei natürlich weg, immerhin sollte wohl jeder selbst entscheiden ob sein Name bekannt werden sollte oder nicht. Ich für meinen Teil verriet ihn nicht gleich jeder Person die mir über den Weg lief.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Do Mai 26, 2011 1:47 am

Es funktionierte tatsächlich, die zwei fremden Frauen schienen bereit ihr Angebot anzunehmen, sie durch die Wüste zu führen, somit musste Akari sich nur noch an den richtigen Rückweg erinnern und ein wenig Extrabelohnung wäre garantiert. Doch dieser kleine Erfolg wurde sogleich wieder zunichte gemacht, denn ihr Bruder rief sie ermahnend zurück. Wunderschön, da hatte sie eine Beschäftigung gefunden, die etwas Abwechslung versprach und dann kam der große Bruder daher und vereitelte alles. Von diesem Nachteil einer Familie hatte Akari schon viel von anderen Akademisten gehört. Ältere Geschwister und Eltern neigten dazu gerade bei unpassenden Gelegenheiten einen Beschützerinstinkt zu entwickeln, der nur darauf ausgelegt war jedes Abenteuer zu vereiteln. Akari glaubte inzwischen, dass Familienmitglieder dieses Verhalten an den Tag legten, wenn sie glaubten die Jüngsten würden sich unwissentlich in Gefahr begeben. Manchmal reagierten Erwachsene generell so, aber innerhalb einer Familie konnte dieses Verhalten sehr extreme Züge annehmen. Sie erinnerte sich noch gut, dass sie einst einen Jungen aus der Nachbarschaft zum Freund hatte, seine Eltern ihm jedoch den Umgang mit einem Heimkind verbaten, wodurch sie sich aus den Augen verloren hatten. Dieses Verbot zu überwinden, war ihm offenbar nie gelungen. Was sollte sie nun also tun, auf Taiyo hören, einfach annehmen er hätte ihre besten Interessen im Blick? Nun ihr Interesse war es an Geld zum Überleben ranzukommen, wäre dies ihr gemeinsames Ziel, er hätte sie wohl gewähren lassen. Nein es war viel mehr die Tatsache, dass ihr großer Bruder wirklich um ihre Gesundheit besorgt war. In ihrer anfänglichen Wut über seine Sichtweise der Dinge, hatte sie seine Aussage, ihr Medizin zu besorgen, einfach ignoriert. Nun war er plötzlich wieder da und schien empört über ihr eigenmächtiges Handeln, was ja vorauszusehen gewesen war. Dumm war wirklich nur die Tatsache, dass sie nicht einmal vor der Wahl stand ihren Bruder zu ignorieren, er war gleichzeitig auch noch ihr Lehrmeister und ein übergeordnetes Klanmittglied, oder wie auch immer das bei den Kazuyaki lief. Sie hing also gleichzeitig in drei Strukturen fest, in denen sie sich unterordnen musste und alles noch mit nur einer Person verknüpft. Akari atmete leicht genervt aus als ihr noch die vierte Verbindung einfiel. Da konnte ihr auch nicht die Aussage der beiden Frauen helfen, welche sich keineswegs durch sie belästigt gefühlt hatten. Und war sie wirklich mutig gewesen? Wenn sie so den vierten Grund, der sie an Taiyo band bedachte, würde eine Führung durch ihre Person allein, womöglich gar nicht zur Sicherheit der Reisenden beitragen. Denn auch, wenn sie nicht darüber nachdenken wollte, in gewisser Hinsicht war sie eine Gefahr. Ihr Bruder hatte es selbst gesagt, er konnte es sich nicht leisten, sie zu verlieren, denn sonst wäre der Ichibi vermutlich hinter ihm her. Oh wie selbstsüchtig ihr geliebter Bruder doch manchmal sein konnte. Andererseits wer konnte es ihm verübeln? Die Beziehung zum Ichibi war ihm stets wichtiger gewesen, als eine Beziehung zu seinen Mitmenschen.
Akari konnte nur hoffen diese Sichtweise verändern zu können, dass er sie als seine kleine Schwester annahm und für sie sorgte. Nun zumindest, wenn es ihr nicht gut ging, bei Krankheiten war es immer schön umsorgt zu werden.

Trotzdem lächelte sie die freundlichen Frauen dankbar an. Dankbar das diese ihr nicht böse waren und sie dann auch noch vor ihrem Bruder verteidigten. Taiyo würde es nun übernehmen müssen, dass Angebot weiterhin aufrecht zu erhalten oder nicht, trotzdem konnte es nicht schaden sich ihre Optionen offen zu halten.
“Ich muss wohl zurück, aber das Angebot steht noch.“
Verabschiedete sie sich, wie von Freunden deren Ballspiel unterbrochen worden war. Dann wandte sie sich ihrem Bruder zu. Sie bemerkte das er wohl einkaufen gewesen war, womöglich auch um für sie zu sorgen. Also war er doch ein verantwortungsbewusster großer Bruder, der seine kleine Schwester gerade von der Dummheit abhielt in ihrer schlechten Verfassung denselben langen Marsch durch die Wüste zu wiederholen. Oh, dann war sie ja doch ein dummes kleines Mädchen. Dennoch die Stärkung am Brunnen hatte gut getan und wäre normalerweise ausreichend gewesen, einem weiterem Job nachzugehen. Sollte sie sich jetzt wirklich eingestehen, dass sie nicht mehr für sich selbst verantwortlich war? War dies soeben nicht schon geschehen? Dieses Erlebnis hatte sie wohl wirklich beide verändert und jeder wollte diese Veränderungen nur Stückweise zulassen. Akari hätte es wahrlich nicht so schlimm gefunden die lange Reise durch die Wüste erneut anzutreten, wäre ihr wieder übel geworden, dann wäre es Aufgabe ihrer Kunden gewesen sich um sie zu kümmern, sozusagen im gegenseitigem Interesse. Nun musste sie nur noch darauf Vertrauen das diese Veränderung gut für sie war. Einem fremden Sensei hätte sie schließlich auch vertrauen müssen.

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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Do Mai 26, 2011 8:08 am

Eigentlich konnte es ihm egal sein, was mit ihr passierte. Sie konnte auch gerne wieder nach Suna marschieren, was Akari in ihrem Gesundheitszustand so oder so nicht schaffen würde. Aber nein, leider hatte er sie aufs Auge gedrückt bekommen und war jetzt für sie verantwortlich. Hier in der Nähe Sunanami sollten sie trainieren. Es war nur ein kleines Hafenstädtchen, in dem man das nötigste zum Überleben fand sondern auch ein Außenposten der ersetzt werden konnte. Vielleicht konnte man es so sehen, denn wenn etwas schief lief und der Ichibi ausbrach, würde es lange dauern bis er in Suna an kam und hier lebten nur wenige. Es würde wenige Opfer geben und außerdem wohnten hier in der Nähe die zwei stärksten Versiegelungsmeister aus ganz Kaze no Kuni hatte er sich sagen lassen, die zu mindest mächtig genug war den Ichibi zurück zu bannen. Nur das letzte, das andere hatte er sich selbst erschlossen. Natürlich würde man versuchen keinen zum Schaden kommen zu lassen, weswegen er ja auch auf ihren Gesundheitszustand achten musste… und auf ihre Launen und auf die Leute mit denen sie sich einließ. Tod konnte er sie auch nicht gebrauchen. Irgendwo lief doch alles darauf hinaus, das er egoistisch war und versuchte nicht getötet zu werden, weil Akari und vielleicht auch der Bijuu abkratzte. Natürlich würde er sich nie eingestehen, dass er das auch wegen anderen Gründen tat. „ Dann können wir ja gehen.“ antwortete Taiyo auf die Aussage von Akane. Dann brauchte man ja nichts wieder gut machen oder dergleichen. Doch als sein Blick zu der Anderen Kunoichi gilt, war ihr Auftreten mehr feindselig. Doch das schien ihn nicht zu stören, er war es gewohnt und außerdem könnte er Akari und sich selbst schützen. Immer noch beobachtete er sie mit diesen ausdruckslosen Augen und sicherlich würden beide seine Kalte Aura spüren, die ungewöhnlich war. War das das richtige Wort? Seine Miene veränderte sich kurz etwas und man konnte fast meinen er unterdrückte eine Art Lächeln. Ein abwertendes Lächeln. Mut was war daran mutig gewesen. Aber meinte sie wirklich, sie wäre stärke als er. Aber er sollte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen es einmal gegen einen angetrunkenen Kage geschafft zu haben und damals war er noch ein Jinchuriki gewesen. Ein Wunder das sie ihn nicht kannten. Aber da sie letztendlich bestätigte, dass auch sie sich nicht belästigt gefühlt hatte, drehte er sich bereits um. „ Sie sollten besser gehen und sich einen anderen suchen. Sie werde e von jemanden verfolgt.“ Fügte er kühl hinzu und wandte sich Akari zu. „ Das Angebot steht nicht weiter. Ich denke dir ist nicht klar in welcher Situation du dich befindest, Akari. Außerdem habe ich keine Zeit Zeit zu verschwnden, umso früher wir das Training hinter uns haben, habe ich dich vom Hals“ Hart waren seine Worte. Aber sie waren war. Zumindest der erste Teil und beim zweiten, man musste zugeben, es war einfach so, das er irgendwie immer noch nicht ganz klar kam damit, das jemand in seine Familie getreten war. Vor allem, da sie das Symbol dafür war, wie sehr sein Vater seine Mutter betrogen hatte, ihm nie etwas über Akari gesagt hatte und was für ein schlechter Vater er gewesen war. Außerdem schmerzte es mit ihr zusammen zu sein. Sie hatte viel zu viel Erinnerungen in ihm geweckt.


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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Fr Mai 27, 2011 7:13 pm

Mizuki zeigte ihre Angespanntheit etwas deutlicher, wie Akane feststellte. Jedenfalls hatte ihre Kameradin ihr Katana plötzlich viel lieber, oder das Schwert wünschte sich Streicheleinheiten. Gern hätte Akane sie beruhigt, und zwar mit den Worten: "Keine Panik, du überlebst das hier auf jeden Fall! Bin aus der Zukunft, ich muss es doch wissen! Würdest dus nicht überleben, hättest du keinen Sohn, mit dem ich was hätte anfangen können, damit du mich halbnackt an die Wand hämmerst!"
Oder?
Moment... Ein ganz und gar ungemütlicher Gedanke kam auf. Moment! Was ist, wenn ich durch mein Auftauchen den Platz eines anderen, viel fähigeren Kerl übernommen hab? Ein Kerl mit einer einzigartigen Fähigkeit, die ihr auf genau dieser Mission das Leben gerettet hätte? Und der ist nun nicht dabei, sondern bloß... ICH?!?
Wie unschön. Plötzlich fühlte sich Akane sehr viel verantwortungsbelasteter. Hölle! Sie muss überleben! Ich stürz mich sonst noch von irgendwo runter!
Während diese beunruhigenden Gedanken durch ihren Kopf ratterten, schien es mit der jungen Fremdenführerin Essig zu sein. Stattdessen machte ihr Kollege mehr oder minder abschätzige Bemerkungen und wimmelte sie ab.
Solches Vehralten reizte Akane. Und als Mizuki nachhakte, wie sie darüber dachte, erwiderte sie:
Also, einen Fremdenführer anzuheuern, finde ich gar nicht so schlecht. Wie war das auf dem Schiff noch, Chef zuhause zahlt sowieso alle Spesen? Sie fands klasse. Und auch wenn eine leise Stimme in ihrem Kopf "Stifte keinen Streit zwischen Geschwistern" mauschelte, war da doch eine lautere Stimme, die "lalilala" trällerte, und die dritte Stimme sagte: "Lass das kleine Großmaul auflaufen!"
Also, wir würden doch gern das Angebot halten sprach sie, und sogar verbessern. Akane gab sich nun ebenfalls geschäftsmäßig. Wir zahlen gut. Wir zahlen besser, als die junge Dame es verlangte. Zwanzig Prozent mehr, als sie verlangte!
Sie ignorierte den Hinweis des Jungen, dass sie verfolgt würden. War nichts Neues. Warum sich verrückt machen lassen, solang noch kein Kunai flog.
Wir heuern euch beide an, und es ist kein Risiko für euch. Wir beide übernehmen das Kämpfen, ihr das Wegweisen.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Sa Mai 28, 2011 12:24 am

(So ich versuche einmal ausnahmsweise die Erzählform)

Auch wenn Mizuki nicht ganz wissen konnte welche Verbindung zwischen den beiden jüngeren Personen bestand, so war sie doch in der Lage zu erkennen das der junge Mann eine Art Führungsrolle besaß. Eigene Ideen durfte das Mädchen scheinbar nur auf erlaubnis bringen und da dieser Kerl nicht so ganz einverstanden war mit ihrem Angebot, schien es nichts zu werden. Irgendwie kam in dieser Situation eine kleinigkeit in Mizuki zum erwachen. Es war wohl das was sie als, Mann-Frau Rolle bezeichnen würde. Es hatte bei den beiden wohl nichts damit zu tun aber es erinnerte sie daran. Schon als Kind sollte sie lernen als liebe Hausfrau, das zu tun was ihr gesagt wurde. Was für ein Mist, dachte sich die Kirinin schon damals, besonders als es hieß das ganze solle für Tensei geschehen. Nein, nein, von einem Mann herumkommandieren lassen, sowas kam nun wirklich nicht in Frage. Abgesehen vielleicht vom Kagen Saru persönlich, aber das war ja wiederrum was anderes. Das junge Mädchen wollte noch immer die Führung durch die Wüste unternehmen doch ohne große wiederworte hielt der junge Mann dagegen. So schnell es ging wollte er nun auch das weite suchen. Hatte er etwa Angst vor den beiden Kunoichi aus Kirigakure? In gewisser Hinsicht konnte man es sich nicht vorstellen bei seinem etwas Arroganten auftreten, doch andererseits war es vielleicht nur eine Fassade. Was der junge Mann dann allerdings sagte war irgendwie...lachhaft? Ob es das richtige Wort war oder nicht, aber glaubte er wirklich das die Beiden das nicht schon wussten? Schon seit sie auf dem Schiff etwas überrascht wurde, war klar das noch immer jemand hinter ihnen her war. Ob er nun schon hier war oder nicht war dabei zweitrangig. Mizuki war nicht umsonst sehr konzentriert, trotz der Müdigkeit. Aber so lief eine solche Mission halt ab, das war wohl schon immer so. Einige sollten etwas überbringen und andere hatten etwas dagegen, das alte Spiel. Bevor Mizuki letztlich allerdings etwas sagen konnte begann Akane wieder das Wort zu ergreifen. Kurz erkundigte Akane sich wieder bei Mizuki wegen der Rechnung für den Mizukagen. Es war schon sehr lustig für Mizuki, wie sorglos Akane mit allem umging. Ein kurzes Nicken von ihrerseite aus beantwortete die Frage von Akane allerdings. Er wird zwar nicht begeistert sein, aber wenn es nicht anders geht meinte die Kirinin anschließend noch mit einem kleinen gehässigen Lächeln auf den Lippen. Im schlimmsten Fall würde es von ihrem Verdienst abgezogen, oder jedenfalls ein Teil davon. Das folgende Angebot von Akane war allerdings wirklich verlockend, noch mehr Geld als anfangs verlangt. Irgendwie zweifelte Mizuki jedoch daran das der junge Mann darauf eingehen würde und so kam ihr eine kleine Idee. Ihre Augen wieder auf den Taiyo gerichtet begann sie ebenso wie er zuvor ein klein wenig arrogant zu lächeln. Euch passiert nichts...wir beschützen euch, keine Sorge... sprach sie leise aus. Dies alles hatte jedoch einen Unterton den Taiyo sicherlich verstehen würde. Mizuki forderte ihn sogesehen ein klein wenig heraus. Durch ihre wenigen Worte stellte sie ihn kurzzeitig als etwas ängstlich da, dies würde wohl bestätigt werden wenn er das Angebot von Akane nun ablehnen würde. Entweder würde er nun also darauf angehen, oder jeder hier würde so über ihn denken und so wie Mizuki ihn einschätzte war er sicher nicht der Typ der sich nach so einer Herausforderung drücken würde. Andernfalls konnte sie nun auch nichts mehr dagegen tun. Alles lag nun wohl an dem jungen Mann.
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BeitragThema: Re: Küstenstadt Sunanami   Fr Jun 10, 2011 1:46 am

Für das Mädchen war die ganze Situation zunächst sehr schmeichelhaft gewesen. Die Fremden waren durch ihr Angebot nicht abgeschreckt, zogen tatsächlich in Erwägung es anzunehmen. Die Genin hatte sich ihre Ninjamission selbst gegeben, die Eskorte von zwei Besuchern. In einer idealen Welt hätte sie sich so ihr Shinobidasein durchaus vorstellen können. Ihr war nach Akademieabschluss kein Team zugeteilt wurden, nicht einmal ein Sensei oder Mentor, also war sie praktisch ein Einfrauteam. Sicherlich war sie mit der Wüste nicht sosehr vertraut wie vorgegeben und ihr kleines Problem könnte sich im Verlaufe der Reise zu einem Größeren entwickeln, dennoch wäre sie an dieser Aufgabe bestimmt gewachsen, ein Genin musste schließlich weiterlernen und seine Erfahrungen machen. Im schlimmsten Fall saßen sie alle in der Wüste fest, doch dann konnte sie den Ichibi als Wegweiser missbrauchen, dieses Ungeheuer der Wüste wurde inzwischen vom Kazekage wie ein Magnet angezogen, hatte angeblich ein Ziel für seinen Hass, diese Tatsache nutzend, wäre die Reisegruppe garantiert in Verugakure angekommen.
Sie hätte es bestimmt schaffen können, sie war immer irgendwie über die Runden gekommen.
Die Realität sah aber anders aus. Ihr war doch ein Mentor zugeteilt wurden, ausgerechnet eine Person die noch mehr Einzelgänger war als sie selbst. Auch wenn das Leben alleine hart war, Akari war immer versucht gewesen das Beste rauszuholen. Manchmal standen ihr Klassenkameraden oder Dorfbewohner zur Seite, sie war im Grunde ein fröhliches Kind, doch ihr neuer Bruder war wirklich ein harter Brocken. Sie mochte sich gar nicht vorstellen wie viel schlimmer er früher gewesen sein musste. Akari hatte ihm eindeutige Signale gegeben, dass er sich mit den Fremden anfreunden wollte und er beharrte darauf, dass sie nur zum trainieren hier wären. Wo blieb denn da der Spaß, das Abenteuer? Sie war wirklich nicht in der Stimmung für ein anspruchsvolles Training mit ihrem neuen Mentor, hier bot sich die Gelegenheit relativ sicher wieder nach Hause zu gelangen, wo ein Bett auf sie wartete. Akari konnte eben auch egoistisch sein, wieso schleppte sie sich durch die Wüste, nur um am Ende zu trainieren? Taiyo hatte es soeben doch selbst gesagt, er wollte die Sache schnell hinter sich bringen und dann? Ließ er sie hier in der Küstenstadt alleine? Denn sie waren sicherlich nicht nur wegen der schönen Landschaft durch die Nacht gewandert, natürlich wollte er an einem sicheren Ort sein oder es war ihm aufgetragen worden. Immerhin kümmerte sich Taiyo nicht sonderlich um ihre gemeinsame Heimat, also hätten sie theoretisch ihre Übungseinheit auch auf dem dorfeigenen Trainingsplatz abhalten können.
Ihr Bruder stellte sogar noch die Tatsache heraus, dass die Frauen verfolgt wurden, was für Akari als zukünftige Führerin bedeuten würde, sich nicht nur auf eine lange Rückreise sondern auch in Gefahr zu begeben. War ihre Idee als Führerin zu arbeiten also falsch gewesen? Sie brachte sich selbst in Gefahr und das durfte sie vermutlich gar nicht, sonst würde ein gewisses Wesen auf den Gedanken kommen sich zu beschützen und im Gegenzug brächte sie ihre Klienten in noch größere Gefahr, als es die Verfolger tun könnten. Andererseits schien den Fremden diese Information bereits bekannt zu sein, sie garantierten sogar Personenschutz. Ganz davon abgesehen, dass sie unglaublich viel Geld für die Rückreise bezahlen wollten. Akari würde sich sogar eine eigene kleine Wohnung leisten können. Dann musste sie nicht mehr wie ein besserer Bettler über einer schmutzigen Bar leben und sich dieses Recht als Aushilfe in der Selbigen verdienen. Diese Aussicht stimmte das Mädchen sofort wieder froh. Entweder die Frauen waren mächtige Shinobi, die mit ihren Verfolgern gut klar kamen oder die Verfolger stellten sich nur als ihre verärgerten Ehemänner heraus und waren gar nicht so furchteinflößend. Sie wollte die Frauen umarmen, sie hatten ihr den Tag gerettet. Mehr konnte Taiyo wirklich nicht verlangen, die Fremden wollten auf Akari aufpassen und für die Reise gutes Geld bezahlen und ihm wäre eine Last abgenommen. Beide wären zufrieden und Akari würde ihren Bruder sicher auch später wieder sehen können. Trainieren konnten sie immer noch später, wenn sie ihr Problem in den Griff bekommen hatte, wären die körperlichen Anstrengungen die ein Training mit sich brachte auch viel besser zu vertragen. Ja das Mädchen war selbstbewusst genug, alleine mit ihrem Problemchen klar zu kommen. Sie musste sich ihrem Bruder ja nun wirklich nicht aufdrängen.

Doch leider war mit dieser Entscheidung der Moment ihrer Entscheidung fast verstrichen. Es wäre wirklich besser gewesen diese Informationen in der Wüste bei einer Rast einzuholen, denn was nun folgen würde wäre nicht mehr ganz so lustig. Allein die Tatsache ihren Bruder mit anzuheuern, stellte für den stolzen Kazuyaki garantiert schon eine heftige Beleidigung dar. Akari hätte vorhin einfach losgehen sollen, ohne auf das Reden ihres Bruders zu achten. Wenn sie nur nicht immer versuchen würde in ihm etwas zu sehen, was da nicht war, ein geliebtes Familienmitglied. Sie klammerte sich zu sehr an die Verlockung einer Familie statt ihren eigenen Weg weiter zu gehen. Als Belohnung ihrer Bemühungen schaffte sie es offenbar immer wieder Taiyo zu verärgern, nein zur Weißglut zu treiben. Diesmal war zwar nicht sie diejenige, die seinen Zorn auf sich zog, doch sie war dafür verantwortlich. Ihrer Ansicht nach befand sie sich derzeit nur in der Gefahr ihren Bruder zu sehr zu reizen. Leider konnte sie nicht darauf bauen, dass die zwei Fremden wussten wen sie da beleidigten. Taiyo war innerhalb der ganzen Wüste berüchtigt, doch so groß dieser Ort auch war, hier waren sie an Leute von außerhalb geraten. Der einzige klitzekleine Trost würde wohl sein, dass ihr Bruder nicht mehr wirklich zu einem Monster werden konnte. In einem Kampf würde er irgendwo seine Grenze finden, wo zuvor vermutlich gar keine gewesen war. Blieb nur noch die Frage, sollte sie jetzt einen Kampf zulassen? Er wäre immerhin im Vorteil, sicher wussten die Frauen ebenfalls kaum oder gar nichts über Sandjutus. Trotzdem Akari wollte den Reisenden doch keinen zusätzlichen Ärger verschaffen. Dies war wirklich eine Zwickmühle. Wie sehr würde Taiyo ausrasten? Sicher nicht so stark wie damals auf dem Marktplatz, seine Ehre war angekratzt, aber dafür tötete er bestimmt nicht. Da war sie plötzlich wieder die irrationale Angst er würde etwas Schlimmes tun. Sie war einfach da, obwohl sie sich schon damals nicht bestätigt hatte, Taiyo war auf dem Marktplatz zwar verärgert gewesen, aber er war nicht in die Luft gegangen. Er hatte höchsten ihr angst gemacht, doch sonst war nichts passiert. War sie also der Grund für ihre Angst? Wollte sie einfach nicht von ihm verletzt werden? Immerhin war er nun ihr Bruder, ihr Ziel war es sich ihm anzunähern, nicht sich weiter zu entfernen. Ohne es zu wollen wurde ihr Körper von Schweizausbrüchen heimgesucht und leichtes Fieber schien sich in ihr breit zu machen, denn plötzlich stand neben Taiyo der Ichibi. Dies war entweder ein Genjutsu oder eine Halluzination, denn weder die Frauen noch Taiyo ließen sich von dem Sandmonster stören. Diesmal war Akari allerdings nicht ohnmächtig geworden, sie fühlte sich noch immer recht gegenwärtig. “Wieso zögerst du? Du kannst ihn nicht gleichzeitig lieben und fürchten. Lass mich das übernehmen, ich entscheide für dich gerne.“ Während er dies sagte betrachtete der Ichibi Taiyos Reaktionen mit steigender Neugier. Das durfte doch nicht wahr sein, jetzt mischte sich auch noch eine dritte Partei in ihr Problem ein. Doch war dies nur Zufall? Konnte der Ichibi ihren Bruder immer noch anstacheln, nur weil sie da war? Nun eins war ihr klar geworden, wenn sie sich nicht sofort entschied, dann brachte sie womöglich noch alle in Gefahr. Also stellte sie sich genau zwischen Taiyo und ihren ehemaligen Klienten und hoffte noch Gehört zu finden, bisher war ja nicht viel mehr passiert, bis auf das ungeschickte Angebot der Fremden. “Wir bedanken uns für das nette Angebot, aber mein Bruder hat Recht. Ich bin auch nicht wirklich fitt um durch die Wüste zu wandern, wir bleiben noch eine Weile hier und wünschen Ihnen viel Glück auf ihrer Reise. Es ist besser wenn wir gehen, damit ER auch verschwindet.“ Mit diesen Worten ergriff sie Taiyos Hand und zog ihn bestimmt in Richtung Zentrum zurück. Nun konnte er die Fremden gerne angreifen, doch Akari hoffte er würde ihren Sinneswandel verstehen und die Reisenden ohne Zwischenfall weiterziehen lassen.

out: so hier ist endlich mein Post, sorry für die lange Wartezeit
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